Formel-1-Test in Jerez
Vettel und Schumi sind optimistisch

Beim Test in Jerez waren erstmals alle sechs deutschen F1-Piloten am Start. Sowohl Michael Schumacher als auch Sebastian Vettel sind sich sicher, dass sie mit ihren Teams 2010 um die Spitze kämpfen. Ein Fazit.
Die Kräfteverteilung in der Formel 1 ist noch immer unklar. Zwei Regentage beim Test in Jerez lassen kaum Rückschlüsse auf die wahren Kräfteverhältnisse zu. Dazu kommt: Die Teams fahren mit völlig unterschiedlichen Benzinmengen an Bord. Und da die Tanks wegen des Nachtankverbots 2010 doppelt so groß sind wie 2009, liegen zwischen vollgetanktem und leerem Auto bis zu sechs Sekunden. Rekordweltmeister Michael Schumacher ist dennoch sicher: "Für mich sieht es derzeit so aus, dass die erwarteten vier Teams – wir, Ferrari, Red Bull, McLaren – vorne sind, aber auch Sauber wirkt bis jetzt sehr stark." Vizeweltmeister Sebastian Vettel pflichtet seinem Landsmann bei: "An der Spitze ist es sehr eng. Es gibt dort vier Teams. Neben uns auch noch Ferrari, Mercedes und McLaren." Der Heppenheimer weiß jedoch: "In den kommenden Wochen werden die Autos sicherlich noch einmal deutlich modifiziert und erhalten neue Teile – sowohl bei uns, als auch bei den anderen. Da wird man dann sehen, wer einen großen und einen kleineren Schritt macht." Den ersten Schritt haben alle sechs deutschen Formel-1-Profis mit den ersten Tests bereits hinter sich gebracht. autobildmotorsport.de hat sie begleitet.
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Bild: xpb.cc
Sebastian Vettel: In Jerez spielte er Fußball in der Box und beobachtete die Konkurrenz an der Strecke. Vettel geht extrem locker in die neue Saison. "Wir sind in guter Form", sagt Teamchef Christian Horner ungefragt zu autobildmotorsport.de. Vettel selbst hat ebenfalls "ein gutes Bauchgefühl." Der amtierende Vizeweltmeister verrät: "Wir hatten keine Probleme und in Bezug auf die Balance fühlte sich das Fahrzeug so an wie im vergangenen Jahr."
Mercedes-GP-Pilot Rosberg absolvierte beide Testtage im Regen

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Adrian Sutil: Der neue Force India VJM03 schließt dort an, wo der alte aufhörte: im vorderen Mittelfeld. Nach den ersten beiden Testtagen stellte die Konkurrenz bei Williams verblüfft fest: "Force India scheint schnell zu sein." Sutil will das nicht dementieren. "Ich weiß", sagt er selbstbewusst und verrät: "Im Vergleich zu Bahrain 2009 sind wir zwei Sekunden schneller. Im Vergleich zum Saisonende des vergangenen Jahres 1,5 Sekunden." Und er betont: "Unser Auto hat einige sehr interessante Details, die mir gut gefallen. Das konnte ich bisher noch nie von einem meiner Autos sagen."
Anlaufschwierigkeiten bei Virgin
Timo Glock: Ernüchterung beim Odenwälder. Sein ausschließlich am Computer entwickelter Virgin VR01 fiel gleich am ersten richtigen Testtag auseinander. Glock rumpelte hart über den Randstein, bevor sein Frontflügel brach. Weil Ersatzteile fehlten, musste das neue Team einen ganzen Testtag opfern. Am Ende hatte er fast acht Sekunden Rückstand auf die Spitze. Glock hatte auf 2,5 Sekunden gehofft. Aufatmen deshalb am letzten Testtag: Da lag Teamkollege Lucas di Grassi "nur" 3,3 Sekunden hinter der Spitze. Dafür hatte Glock viel Zeit zum Fitnesstraining. Die verpassten Testkilometer holte er mit dem Rennrad nach. Glock zu autobildmotorsport.de: "Probleme sind dazu da, sie anzupacken."
Nico Hülkenberg: An jedem Testtag um Punkt 19 Uhr greift F1-Neuling Nico Hülkenberg zum Hörer und wählt folgende Nummer: 004477677447XXX. Am anderen Ende meldet sich dann Sir Frank Williams, sein Chef. Hülkenberg: "Frank erwartet jeden Tag, dass ich ihm Bericht erstatte vom Testtag. Ich bin immer ehrlich, weil Frank die Wahrheit hören will. Und ich kann im Moment nur sagen: Wir sind zufrieden mit unserem Auto, der Cosworth-Motor funktioniert prächtig. Besonders von der Fahrbarkeit bin ich angetan."
Nico Hülkenberg: An jedem Testtag um Punkt 19 Uhr greift F1-Neuling Nico Hülkenberg zum Hörer und wählt folgende Nummer: 004477677447XXX. Am anderen Ende meldet sich dann Sir Frank Williams, sein Chef. Hülkenberg: "Frank erwartet jeden Tag, dass ich ihm Bericht erstatte vom Testtag. Ich bin immer ehrlich, weil Frank die Wahrheit hören will. Und ich kann im Moment nur sagen: Wir sind zufrieden mit unserem Auto, der Cosworth-Motor funktioniert prächtig. Besonders von der Fahrbarkeit bin ich angetan."
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