Formel-1-Testfahrten 2009
Topzeiten für Brawn GP001

–
Zum ersten Mal traten alle zehn Formel-1-Teams in Barcelona zum Test an. Die "Neulinge" von Brawn-Racing und Toro Rosso überzeugten mit guten Ergebnissen. Nick Heidfeld fuhr im BMW die Bestzeit.
Beim ersten gemeinsamen Test aller zehn Formel-1-Teams in Barcelona gab es am ersten Tag (9. März 2009) einige Überraschungen. Dass sich Nick Heidfeld im BMW Sauber F1.09 in 1:20.338 Minuten die Bestzeit des Montags sicherte, wurde von den meisten Beteiligten noch wortlos hingenommen, dass sich aber Jenson Button mit einer Zeit von 1:21.140 Minuten als Viertschnellster des Tages einreihte, damit rechnete niemand. Der Brite war bei der ersten ernsthaften Testfahrt mit dem BG001, so die Bezeichnung des Brawn-Mercedes, sofort vorn dabei. Bereits am Vormittag hatte sich Button mit sehr guten Rundenzeiten an die Spitze des Klassements gesetzt, bis zur Pause am Mittag konnte der Brite sogar satte sieben Zehntelsekunden Vorsprung auf den Rest der Formel-1-Welt behaupten.
Der Brawn GP001 überzeugte auf Anhieb

Auch der neue Toro Rosso funktionierte gut

Volles Programm hatte man aber auch bei den anderen Teams. Kimi Räikkönen (2./1:20.908 Minuten) fuhr am Vormittag viele kurze Stints und musste häufig zurück in die Garage kommen, weil man einen Fehler am Unterboden des Ferrari F60 vermutete. Erst am Nachmittag konnte der Finne eine Renn-Simulationen in Angriff nehmen. Außerdem stand bei Ferrari wieder Mal eifriges Boxenstopptraining auf dem Plan. Jarno Trulli stellte als Drittschnellster (1:20.937 Minuten) wieder einmal den Speed und mit 121 gefahrenen Runden die Zuverlässigkeit des Toyota TF109 unter Beweis. Der Italiener fuhr sein umfangreiches Programm völlig unauffällig herunter und setzte nebenbei immer wieder schnelle Zeiten. Am Toyota konnte man im Vergleich zum Jerez-Test in der Vorwoche leichte Veränderungen am Frontflügel erkennen: Die Endplatten wurden um ein kleines Element erweitert.
Reanault mit Fortschritten und BMW mit Bestzeit

Beim BMW Sauber F1 Team sah es anfangs gar nicht nach Fortschritten aus. Fast den gesamten Vormittag verbrachte Heidfeld an der Box, bevor er gegen Mittag endlich mit dem Testbetrieb begann und letztlich die Tagesbestzeit markieren konnte. Adrian Sutil (8.1:22.452 Minuten) verbrachte im Force-India-Mercedes einen anstrengenden Arbeitstag. Der VJM02 lief am Montag ohne technische Probleme über eine lange Distanz (129 Runden). Auch Williams-Pilot Kazuki Nakajima (9./1:22.813Minuten) hatte bei seiner Rennsimulation im Williams keine Sorgen und absolvierte 111 Runden.
McLaren-Mercedes sammelte fleissig Daten

Service-Links