Formel 1 Transferkarussell
Alonso zu Ferrari / Rosberg zu McLaren

AUTO BILD MOTORSPORT (als Einhefter in AUTO BILD immer Freitag am Kiosk) analysiert Nico Rosbergs Transferpoker mit McLaren-Mercedes. Welcher Fahrer sonst noch wohin wechselt, lesen Sie hier.
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Das Formel-1-Transferkarussell dreht sich wieder. Und zwar schneller als je zuvor. Mit Red Bull hat erst eine Mannschaft ihre Fahrerpaarung fürs nächste Jahr bekannt gegeben. AUTO BILD MOTORSPORT beleuchtet Team für Team.
Ferrari:
Glaubt man Ferrari-internen Quellen, sind Felipe Massa und Doppelweltmeister Fernando Alonso für 2010 gesetzt. Im kleinsten Kreis behauptete Renault-Teamchef Flavio Briatore zuletzt zwar, dass der Spanier bei den Franzosen bleibe. Zudem wurde die eigentlich schon für den 13. September in Monza geplante Verkündung der Fahrerpaarung Massa/Alonso abgesagt. Das aber nur, weil der Einsatz des seit seinem schweren Unfall beim GP Ungarn verletzten Felipe Massa weiterhin fraglich ist. Kimi Räikkönen haben die Roten dagegen längst eine Abfindung angeboten. Doch noch soll der Finne diese ausgeschlagen haben. Er pokert um sein volles Gehalt und einen Bonus wegen Vertragsbruchs. Dann könnte er beruhigt in die Rallye-Szene, seine neue Leidenschaft, wechseln.
Ferrari:
Glaubt man Ferrari-internen Quellen, sind Felipe Massa und Doppelweltmeister Fernando Alonso für 2010 gesetzt. Im kleinsten Kreis behauptete Renault-Teamchef Flavio Briatore zuletzt zwar, dass der Spanier bei den Franzosen bleibe. Zudem wurde die eigentlich schon für den 13. September in Monza geplante Verkündung der Fahrerpaarung Massa/Alonso abgesagt. Das aber nur, weil der Einsatz des seit seinem schweren Unfall beim GP Ungarn verletzten Felipe Massa weiterhin fraglich ist. Kimi Räikkönen haben die Roten dagegen längst eine Abfindung angeboten. Doch noch soll der Finne diese ausgeschlagen haben. Er pokert um sein volles Gehalt und einen Bonus wegen Vertragsbruchs. Dann könnte er beruhigt in die Rallye-Szene, seine neue Leidenschaft, wechseln.
McLaren-Mercedes: Rosberg oder Kovalainen?

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Weltmeister Lewis Hamilton ist gesetzt. Und wenn’s nach ihm geht, bleibt Heikki Kovalainen sein Teamkollege. Der ist schnell aber ungefährlich. Der perfekte Beifahrer also für das System Hamilton. Doch kürzlich wurde Vater und Manager Anthony in einer internen McLaren-Besprechung sauer. Als er erstmals den Namen Nico Rosberg in Zusammenhang mit dem zweiten Silber-Cockpit hörte, brüllte er laut los. Er will keinen deutschen Konkurrenten, der von Mercedes unterstützt wird: weder Rosberg noch Adrian Sutil. Trotzdem stellte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug während der Sommerpause auf Rosbergs Initiative hin den Kontakt zu McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh her. Der muss sich jetzt zwischen Mercedes’ Wunschkandidat Rosberg und Hamiltons Liebling Kovalainen entscheiden. Und obwohl Rosberg mit BrawnGP, Williams und Toyota gleich mehrere Alternativen hat, argumentiert Haug gegenüber ABMS: „So viele richtig gute Optionen hat Nico nun auch wieder nicht.“ Da scheint sich einer seiner Sache ziemlich sicher...
BMW-Nachfolgeteam: Senna und Klien?

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Noch weiß niemand, ob es überhaupt ein Nachfolgeteam von BMW-Sauber gibt. Alles deutet aber darauf hin, dass Peter Sauber seine Mannschaft im Schweizer Hinwil mithilfe asiatischer Investoren zurückkaufen wird. Im Gespräch ist dort jetzt schon Ayrton Sennas Neffe Bruno. Auch BMW-Testfahrer Christian Klien rechnet sich gute Chancen aus. Zu ABMS sagte er: „Das Team kennt mich, ich kenne das Team. Für mich wäre es eine tolle Chance und attraktiver als ein komplett neues Formel-1-Team mit aufzubauen.“
Renault:
Der französische Piquet-Ersatz Romain Grosjean wird wohl bleiben. Wenn Fernando Alonso tatsächlich geht, schielen der Pole Robert Kubica (dann Ex-BMW) und McLaren-Fahrer Kovalainen auf den Stammplatz. Kovalainen war mal in Briatores Management-Pool und fuhr schon Renault. Kubica gilt aber als der Schnellere.
Glock bleibt, Trulli pokert
Toyota:
Ganz lapidar beim Mediendinner packte Teamchef John Howett die News des Abends auf den Tisch: „Ich muss ja jetzt nicht um den heißen Brei herumreden“, begann der Brite seine Antwort auf die Frage von AUTO BILD MOTORSPORT, ob Timo Glock für 2010 gesetzt sei. Glock persönlich hatte die Journalisten darum gebeten, bei seinem Boss nachzuhaken. Dessen Reaktion: „Auf Timo haben wir eine Option, die wir wahrscheinlich auch ziehen werden. Er muss sich in der Qualifikation zwar noch steigern, aber dabei wollen wir ihm helfen. Mit Jarno (Trulli, d. Red.) haben wir verhandelt, aber keine Einigung erzielt. Er wird uns wohl verlassen.“ Rumms! So offen hat bisher noch kein Teamchef gesprochen. Howetts Absage an Trulli muss aber noch gar nichts heißen: Toyota will dem Italiener nur noch 20 Prozent seines bisherigen Gehalts zahlen. Das wären statt acht nun 1,6 Millionen Euro. Bisher hat Trulli das abgelehnt. Mit solchen Aussagen wollen die Japaner ihn offensichtlich unter Druck setzen. Denn sie haben Alternativen: Kovalainen und Kubica.
Diese Spekulationen wären dann allerdings hinfällig, wenn Toyota nach dem GP Japan tatsächlich seinen Ausstieg verkündet, wie im Fahrerlager gemunkelt wird. Angeblich steht das Budget für 2010 immer noch nicht. Die Entwicklung des nächstjährigen Modells läuft deshalb nur auf Sparflamme.
Ganz lapidar beim Mediendinner packte Teamchef John Howett die News des Abends auf den Tisch: „Ich muss ja jetzt nicht um den heißen Brei herumreden“, begann der Brite seine Antwort auf die Frage von AUTO BILD MOTORSPORT, ob Timo Glock für 2010 gesetzt sei. Glock persönlich hatte die Journalisten darum gebeten, bei seinem Boss nachzuhaken. Dessen Reaktion: „Auf Timo haben wir eine Option, die wir wahrscheinlich auch ziehen werden. Er muss sich in der Qualifikation zwar noch steigern, aber dabei wollen wir ihm helfen. Mit Jarno (Trulli, d. Red.) haben wir verhandelt, aber keine Einigung erzielt. Er wird uns wohl verlassen.“ Rumms! So offen hat bisher noch kein Teamchef gesprochen. Howetts Absage an Trulli muss aber noch gar nichts heißen: Toyota will dem Italiener nur noch 20 Prozent seines bisherigen Gehalts zahlen. Das wären statt acht nun 1,6 Millionen Euro. Bisher hat Trulli das abgelehnt. Mit solchen Aussagen wollen die Japaner ihn offensichtlich unter Druck setzen. Denn sie haben Alternativen: Kovalainen und Kubica.
Diese Spekulationen wären dann allerdings hinfällig, wenn Toyota nach dem GP Japan tatsächlich seinen Ausstieg verkündet, wie im Fahrerlager gemunkelt wird. Angeblich steht das Budget für 2010 immer noch nicht. Die Entwicklung des nächstjährigen Modells läuft deshalb nur auf Sparflamme.
Williams: Deutsches Doppel

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Team-Mitbesitzer Patrick Head bringt es gegenüber ABMS auf den Punkt: „Wir würden Nico Rosberg gerne behalten, aber er dürfte eine andere Option ziehen.“ Geht der Deutsche zu McLaren-Mercedes, macht er den Weg frei für zwei Landsmänner. Mit Testfahrer Nico Hülkenberg (seit 2008 bei Williams) haben die Briten einen Fünfjahresvertrag. Allerdings muss Teamchef Frank Williams bis 15. September eine Option auf den derzeitigen GP2-Spitzenreiter ziehen, wenn er ihn tatsächlich zum Stammfahrer befördern will. Folgende Williams-Zitate gegenüber ABMS lassen daran aber eigentlich keinen Zweifel: „Nico bringt alle Voraussetzungen für einen Top-Piloten mit. Alles, was ich bisher von ihm gesehen habe, deutet auf eine große Zukunft hin.“ Pikant: Hülkenberg ist in diesem Jahr ab Monza auch als Massa-Ersatz bei Ferrari im Gespräch. Dank einer Klausel im Vertrag dürfte der Emmericher selbst dann für die Roten fahren, wenn Williams die Option bis Mitte September zieht. Eine Freigabe ist nicht notwendig. Sein Manager Willi Weber hat Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali davon bereits in Kenntnis gesetzt. Da der Japaner Kazuki Nakajima mit der Trennung von Motorenlieferant Toyota endgültig bei Williams rausfliegt, ist noch ein Platz frei. Um den kämpfen BMW-Pilot Nick Heidfeld und Force India-Fahrer Adrian Sutil. Heidfeld analysierte seine Transfersituation zuletzt in Valencia betont positiv: „Die Gespräche, die ich derzeit führe, machen mich optimistisch.“ Und: „Da sind auch Teams dabei, die die Möglichkeit haben, nächstes Jahr stark auszusehen.“
Red Bull: Vettel und Webber gesetzt

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Am Nürburgring wurde Mark Webbers Vertrag verlängert. Sebastian Vettel hat im Vorfeld von Valencia bis Ende 2011 unterschrieben. Zudem hat das Team eine Option auf ihn auch für 2012.
Toro Rosso:
Teamchef Franz Tost ist sowohl mit Sébastien Buemi als auch mit Neuzugang Jaime Alguersuari zufrieden. Beide werden ihre Cockpits behalten. Sportchef Dr. Helmut Marko sagte unlängst über Alguersuari: „Dieses Jahr ist seine Vorbereitung aufs nächste.“
Sutil mit Verbrennungen

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Vor dem GP Europa in Valencia wurde Bruno Senna im Silverstoner Werk gesichtet. Der Senna-Neffe bringt Santander-Millionen mit und ist deshalb gern gesehen. Giancarlo Fisichella möchte noch eine Saison dranhängen. Adrian Sutil ist wohl weg. Mit seinen starken Auftritten empfiehlt er sich für bessere Teams. In Valencia wurde er Zehnter, obwohl ihm schon seit der 20. Runde eine Brandblase am Rücken zu schaffen machte. Die Goldfolie am Sitz war beschädigt, die Motorhitze versenkte Sutils Hüfte. Der Münchner biss die Zähne zusammen und hat sein Team nach dem Rennen nicht einmal kritisiert. Fotos existieren leider keine. „Jetzt ist die Blase schon wieder so gut wie weg“, sagt Sutil zu ABMS, „direkt nach dem Rennen wäre es aber ein spektakuläres Bild gewesen!“ Sein Physiotherapeut Alex Leibinger erklärt: „Nur wegen des Adrenalins im Körper hat Adrian das Ganze überhaupt ausgehalten.“
BrawnGP:
Teamchef Ross Brawn will Jenson Button unbedingt behalten, bot ihm im Interview mit ABMS sogar mehr Geld. Rubens Barrichello stand nach seinen Nörgeleien beim Nürburgring-GP (verpatzter Boxenstopp) schon auf der Abschussliste. Doch sein Sieg in Valencia verschafft dem Brasilianer wieder Oberwasser. Außerdem kämpfen Nick Heidfeld und Adrian Sutil um sein Cockpit. Sutil hat die besseren Karten. Sein Manager Manfred Zimmermann spricht mit Ross Brawn (damals noch Honda-Teamchef) schon seit zwei Jahren. Außerdem fährt er bereits einen Mercedes-Motor.
Teamchef Ross Brawn will Jenson Button unbedingt behalten, bot ihm im Interview mit ABMS sogar mehr Geld. Rubens Barrichello stand nach seinen Nörgeleien beim Nürburgring-GP (verpatzter Boxenstopp) schon auf der Abschussliste. Doch sein Sieg in Valencia verschafft dem Brasilianer wieder Oberwasser. Außerdem kämpfen Nick Heidfeld und Adrian Sutil um sein Cockpit. Sutil hat die besseren Karten. Sein Manager Manfred Zimmermann spricht mit Ross Brawn (damals noch Honda-Teamchef) schon seit zwei Jahren. Außerdem fährt er bereits einen Mercedes-Motor.
Und so planen die neuen Teams
Campos: Der Russe Vitali Petrov, derzeit GP2-Zweiter hinter Nico Hülkenberg und schon seit 2007 Campos-Pilot in der Nachwuchsklasse, sowie McLaren-Testfahrer Pedro de la Rosa stehen kurz vor Vertragsabschluss.
USF1: Zuletzt hat sich Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb beim US-Nationalteam ins Gespräch gebracht. Auch Ex-F1-Weltmeister Jacques Villeneuve liebäugelt mit USF1. Fakt ist: Mindestens ein Fahrer sollte Amerikaner sein. Renn-Amazone Danica Patrick fährt aber lieber NASCAR.
Manor: Bruno Senna verhandelt auch mit diesem neuen Team. Ebenso sieht Ex-Honda-Tester Anthony Davidson seine Chance auf eine Rückkehr in die Formel 1. Was für das Team spricht: Richard Bransons Virgin-Konzern (derzeit noch bei Brawn) kommt wohl als Großsponsor an Bord.
USF1: Zuletzt hat sich Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb beim US-Nationalteam ins Gespräch gebracht. Auch Ex-F1-Weltmeister Jacques Villeneuve liebäugelt mit USF1. Fakt ist: Mindestens ein Fahrer sollte Amerikaner sein. Renn-Amazone Danica Patrick fährt aber lieber NASCAR.
Manor: Bruno Senna verhandelt auch mit diesem neuen Team. Ebenso sieht Ex-Honda-Tester Anthony Davidson seine Chance auf eine Rückkehr in die Formel 1. Was für das Team spricht: Richard Bransons Virgin-Konzern (derzeit noch bei Brawn) kommt wohl als Großsponsor an Bord.
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