Formel 1: Tsunoda-Heimspiel mit Hürden
Tsunoda negativ überrascht vom echten Red Bull

Bild: Getty Images / Red Bull Content Pool
Großer Moment für Yuki Tsunoda: Beim Japan-GP durfte der 24-Jährige erstmals im Red Bull RB21 ran – ausgerechnet vor heimischem Publikum in Suzuka. Doch der Trainingsfreitag wurde für den neuen Teamkollegen von Max Verstappen zum echten Härtetest.
Echter Red Bull anders als Simulator
Was im Red-Bull-Simulator noch souverän lief, entpuppte sich auf der echten Strecke im echten Auto als deutlich schwieriger. „Es war extremer, als ich erwartet habe“, gibt Tsunoda zu. „Das Fahrgefühl war im echten Auto viel schwieriger – vor allem in den schnellen Kurven.“
Im ersten freien Training noch stark mit nur einer Zehntel Rückstand auf Verstappen, lief in der zweiten Sitzung wenig zusammen. Vier Mal rote Flagge, unter anderem durch Unfälle von Doohan und Alonso – Tsunoda erwischte keine freie Runde auf den weichen Reifen. Platz 18 am Ende, 2,5 Sekunden Rückstand.

Yuki Tsunoda feiert in Suzuka sein Red-Bull-Debüt.
Bild: Getty Images / Red Bull Content Pool
Auch Verstappen mit Problemen
Doch nicht nur Tsunoda hatte zu kämpfen. Auch Max Verstappen war nicht zufrieden: „Wir haben viele Dinge ausprobiert, aber nichts hat so richtig funktioniert“, verrät der Weltmeister. Mit nur neun Runden war auch seine Ausbeute mager. „In Suzuka brauchst du Selbstvertrauen – daran müssen wir noch arbeiten.“
Updates am Red Bull – wenig Zeit zum Testen
Dabei hat Red Bull extra neue Teile nach Japan gebracht, u.a. geänderte Kühlöffnungen am Heck und eine überarbeitete Querlenkerverkleidung.
Allein: Trotz des Rückschlags bleibt Tsunoda gelassen. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber ich freue mich riesig über die Chance. Morgen greifen wir neu an.“ Das Ziel bleibt ein Platz in den Punkten beim Heimrennen – und vielleicht sogar das erste Ausrufezeichen im Duell mit Verstappen.
Ein gutes Omen? Red Bull-Chefberater Helmut Marko hatte der Japaner bereits nach dem ersten Training überzeugt. Da sagte der Grazer zu AUTO BILD: „Schon FP1 hat bestätigt, dass der Fahrertausch richtig war.“ Tsunoda ersetzt Liam Lawson, der in den ersten beiden Rennen nie auf Speed kam und zu den Racing Bulls degradiert wurde.
Service-Links
