Formel 1: Verkauf perfekt
Ecclestone darf bleiben

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Die Formel 1 ist verkauft - doch anders als zunächst angenommen verbleibt Bernie Ecclestone doch im Amt! Alle Infos und Hintergründe zum Deal:
Bild: Picture-Alliance
Der Verkauf der Formel 1 ist perfekt, die Königsklasse wechselt den Besitzer und Bernie Ecclestone darf erstmal bleiben: Das amerikanische Medien- und Unterhaltungsunternehmen Liberty Media hat die Rennserie gekauft.
Das bestätigten Liberty Media sowie der bisherige Hauptgesellschafter CVC am späten Mittwochabend. Der bisherige Formel-1-Boss Ecclestone soll seinen Posten als Geschäftsführer vorerst behalten. „Ich möchte Liberty Media und Chase Carey in der Formel 1 begrüßen und freue mich darauf, mit ihnen zu arbeiten“, wird Ecclestone in der Mitteilung der Unternehmen zitiert. „Nach zwei oder drei Jahren werde ich es vielleicht ein bisschen ruhiger angehen lassen“, sagte Ecclestone zu AP.
Der amerikanische Geschäftsmann Chase Carey wird Vorstandsvorsitzender der Rennserie und damit Peter Brabeck-Letmathe ablösen.

F1-Boss Bernie Ecclestone bleibt weiterhin im Amt
„Wir freuen uns, Teil der Formel 1 zu werden. Wir glauben, dass unsere langfristige Ausrichtung und Expertise mit Medien- und Sportgeschäften uns erlaubt, der Formel 1 eine gute Führung zu geben, von der Fans, Teams und Anteilseigner profitieren werden“, sagte Liberty-Media-CEO, Greg Maffei.
Der starke Mann bei Liberty Media ist allerdings John Malone, wegen seiner aggressiven Deals auch „Cable Cowboy“ genannt. Für die Formel 1 interessiert sich der 75-Jährige offenbar schon länger - bereits 2014 gab es Gerüchte, Firmen aus seinem Imperium stünden kurz vor dem Einstieg.

3, 2, 1: Verkauft: Die Formel 1 unter dem Hammer...
Vor zehn Jahren hatte CVC für mehr als 800 Millionen Dollar die Mehrheit der Anteile an der Formel 1 erworben und Ecclestone als zentrale Figur im Tagesgeschäft belassen. Rund vier Milliarden Euro soll CVC mit der Formel 1 verdient haben.
Über einen möglichen Verkauf war seit langem spekuliert worden. Ecclestone hatte mehrfach einen Börsengang avisiert, der aber wegen der Finanzkrise immer wieder verschoben wurde. Als Kaufinteressenten für die Formel 1 waren in der Vergangenheit auch die katarischen Geldgeber von Paris St. Germain, ein US-Konsortium um Stephen Ross, den Eigentümer des American-Football-Teams Miami Dolphins, der Medienkonzern Sky und sogar Apple genannt worden.
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