Eine kleine Spitze konnte sich Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko gegenüber Jos Verstappen nicht verkneifen. Nach der Ehrung von Sieger und Sohnemann Max stichelte Marko: "Na, wollt Ihr jetzt immer noch zu Mercedes?" Hintergrund: Weil der Red Bull bis Monza zu unzuverlässig und langsam war, kokettierte die Familie immer wieder mit einem Wechsel in den Silberpfeil - spätestens in der Saison 2019. Verstappens Sieg in Malaysia ist deshalb Wasser auf die Mühlen von Red Bull. Denn endlich läuft das Auto so, wie man es zum Saisonstart bereits erwartet hatte.
Red Bull
Großer Jubel bei Max Verstappen: Sieg in Sepang
Marko zu AUTO BILD MOTORSPORT: "Wir wissen, dass wir ein schnelles Auto haben. Wenn es Strecken mit schnellen Kurven gibt, sind wir dabei. Das war in Singapur so und müsste auch in Suzuka wieder der Fall sein."
Jos Verstappen jubelt: "Max hat das verdient. Er hat so viel Pech in diesem Jahr, das Überholmanöver gegen Hamilton war sehr gut." Hintergrund: In Runde drei bekommt der führende Hamilton ein Problem mit der Batterie, verliert kurz Speed. Verstappen riecht die Chance, ist sofort dran und zieht gnadenlos vorbei.
Ricciardo
Daniel Ricciardo rundete mit P3 Red Bulls Tag ab
"Ich wusste, dass Lewis um den WM-Titel kämpft und deshalb nicht zu viel riskieren würde", verrät Max. "Also griff ich an, weil ich aus der letzten Kurve gut rausgekommen bin. Als ich an ihm vorbei war, konnte ich mich ganz auf meine Pace konzentrieren. Ich konnte das Rennen genießen." Der gerade erst 20 Jahre alt gewordene Holländer weiß aber auch: "Dass Kimi Räikkönen bereits vor dem Start ausgefallen ist, war sicher ein Geschenk für mich, denn das bedeutet, dass ein Gegner weniger mitmischt."
Sein Teamkollege Daniel Ricciardo rundete mit Rang drei das starke Red Bull-Ergebnis ab. Der Australier verteidigte in den letzten Runden stark gegen Sebastian Vettel. Einmal bremste er den Ferrari-Star an der Grenze des Erlaubten ein. Ricciardo: "Ich denke, ich war trotzdem fair genug ihm Luft zum Überleben zu lassen."