Formel 1: Verstappen unter Beschuss
„Werde Fahrstil nicht ändern“

Seine Manöver beim Belgien GP sorgten für Aufregung: Auch in Monza ist Max Verstappen noch das Gesprächsthema im Fahrerlager - er versteht nicht warum.
Bild: Picture-Alliance
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Max Verstappen musste heute in Monza den ersten Spießroutenlauf seiner noch jungen Formel-1-Karriere absolvieren. Schon als er am späten Vormittag das Fahrerlager betrat, haben ihn die vor den Absperrungen wartenden Ferrari-Fans gnadenlos ausgebuht. Verstappen verzog seinen Mund zur Schnute und ging einfach weiter. Seinem Gesicht konnte man trotzdem ansehen: Angenehm ist anders.

Kimi Räikkönen war auch in Monza noch not amused
Räikkönen bekräftigte denn auch heute in Monza: „Ich habe nichts Persönliches gegen Max. Aber es kann einfach nicht sein, dass ich auf einer Geraden im Zweikampf plötzlich bremsen muss.“
Vettel springt seinem Teamkollegen zur Seite: „Während des Bremsvorgangs die Linie zu wechseln ist einfach nur gefährlich, weil der Hinterherfahrende dann nur schwer reagieren kann. Ich bin aber kein Fan davon zu den Rennkommissaren zu rennen. Wir klären so was unter Männern von Angesicht zu Angesicht.“

Verstappens Fahrweise sorgte in Spa für viel Wirbel
Gegen Regeln hat Verstappen zwar nicht verstoßen, aber, so Rosberg, „wir Fahrer wissen, wo das Limit ist.“
Verstappen selbst ist sich indes weiter keiner Schuld bewusst. „Ich mache weiter mein Ding“, sagte er selbstbewusst, während er in Red Bulls Energy Station auf die Anklagebank der Reporter gesetzt wurde. „Ich werde meinen Fahrstil nicht ändern, nur weil andere Fahrer das wollen.“

Verstappen verteidigt sich und will weiter nichts ändern
Was sich öffentlich keiner zu sagen wagte, haute ein Fahrer im vertrauten Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT raus: „Dieser Wichser schafft es mit seinen 18 Jahren genau zur richtigen Zeit die Linie so zu wechseln, dass ein normalerweise einfaches Überholmanöver unmöglich wird. Hut ab, auch wenn das gefährlich ist. Aber neun von zehn Mal geht das gut - und so etwas wird ihn zum Weltmeister machen.“
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