Formel 1: Verstappen-Wechsel zu McLaren rückt näher
Verstappen steht vor McLaren-Entscheidung

Bei Red Bull hängt der Haussegen schief. Angeblich steht der Wechsel Max Verstappens zu McLaren kurz bevor. Dei Hintergründe.
Bild: Red Bull Content Pool
Bricht Red Bull Racing jetzt endgültig auseinander? Nach dem nächsten bitteren Rückschlag in Silverstone mit dem Aus von Max Verstappen spitzt sich die Situation rund um den Niederländer und seine Zukunft weiter zu.
Hintergrund: Der Ex-Champion besitzt trotz seines langfristigen Vertrags bis Ende 2028 eine Ausstiegsklausel. Diese kann er bis Oktober aktivieren, wenn er in der Sommerpause nicht unter den besten zwei Fahrer der WM liegt.
Rechnerisch ist das seit dem GP in Großbritannien nicht mehr möglich. Damit hätte Verstappen jetzt erstmals die Möglichkeit, Red Bull zu verlassen.
Verstappen auf dem Weg zu McLaren?
Ein Formel-1-Beben, das sich nun offenbar tatsächlich anbahnt. Denn wie das englische Portal PlanetF1 berichtet, sollen die Gespräche zwischen Verstappen und McLaren bereits fortgeschritten sein.
Verstappen soll demnach kurz vor der Entscheidung stehen, ob er den Schritt tatsächlich wagt. AUTO BILD weiß: Bereits seit dem Rennen in Österreich stehen das Verstappen-Management und die McLaren-Führungsriege in Kontakt.
Geld wäre für das Team aus Woking kein Problem. Aufgrund diverser potenter Sponsoren und der Mehrheits-Anteilseigner aus Bahrain könnte das britische Traditionsteam das Millionen-Gehalt stemmen.

Max Verstappen startet seit 2016 für Red Bull, steht nun aber vor dem Abgang
Bild: Red Bull Content Pool
Vielleicht auch mit diesem Wissen im Hinterkopf hatte Red Bull zuletzt noch versucht, den Niederländer langfristig an sich zu binden. Im Juni hat es deshalb sogar ein Treffen mit den Red-Bull-Gesellschaftern Mark Mateschitz und Chalerm Yoovidhya in Österreich gegeben. Dabei ging es vor allem darum, Verstappen seine Ausstiegsklausel für kolportierte acht Millionen Euro abzukaufen.
Der Niederländer hat abgelehnt. Insider formulierten es damals so: Verstappen lässt sich nicht kaufen.
Mateschitz erwartet mehr Dankbarkeit
Die Absage sorgt intern mittlerweile für richtig schlechte Stimmung. Laut der niederländischen Zeitung "De Limburger“ sind die Red Bull-Bosse mehr und mehr genervt, dass Verstappen sich nicht klar zum Team bekennt. Insbesondere Firmen-Erbe Mark Mateschitz soll deshalb nach Informationen von AUTO BILD nicht mehr um jeden Preis am viermaligen Champion festhalten wollen.
Aus seiner Sicht habe Red Bull seinem Superstar über Jahre große Freiheiten gegeben, ihm ein Rekordgehalt und vier WM-Titel ermöglicht. Verstappen sei dafür nicht dankbar genug. Das Problem: Verstappens Loyalität galt Mateschitz’ Vater Dietrich und dessen Berater Helmut Marko, nicht aber dem aktuellen Management.
Vielmehr zweifelt er an dessen Fähigkeiten, Red Bull Racing an der Spitze der Formel 1 zu halten. Ein Grund: Verstappen verliert zunehmend vertraute Gesichter im Team. Der letzte Abgangs-Schock: Technik-Veteran Paul Monaghan steht vor einem Wechsel zu Cadillac. Noch schwerer aber wiegt der bevorstehende Abschied von Gianpiero Lambiase.
Der Brite ist seit Verstappens Wechsel zu Red Bull 2016 dessen Renningenieur und engster Vertrauter am Kommandostand, wird Red Bull allerdings verlassen und nach einer Sperrfrist spätestens 2028 zu McLaren wechseln.
Mittlerweile wird immer wahrscheinlicher, dass der beste Fahrer der Gegenwart seinem Freund dorthin folgt.
Piastri im Tausch zu Red Bull
Selbst die aktuelle Vertragssituation im Papaya-Rennstall stört da nicht. Oscar Piastri hat zwar einen gültigen Vertrag mit McLaren. Doch der Australier ist offenbar bereit für einen Fahrertausch und steht selbst bereits in Verhandlungen mit Red Bull.
Auf die Frage, ob Piastri künftig für das ehemalige Team seines Managers Mark Webber fahren könnte, antwortete Webber bereits am Rande des GP Österreich spontan gegenüber AUTO BILD: "Wer weiß?“, nur um seinen verräterischen Verbal-Fauxpas dann schnell mit der Aussage: "Die Medien liegen falsch“, zu relativieren.
Dabei weiß Webber selbst nur allzu gut: Wo in der Formel 1 Rauch ist, da ist auch Feuer. Klar ist: Der Poker um Verstappens Zukunft wird immer heißer.
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