Formel 1: Verstappen wehrt sich
Verstappen geht auf Rosberg los

Verstappen ärgert sich über Aussagen von Nico Rosberg, er sei in alte Muster zurückgefallen.
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Max Verstappen (21) ist ein Freund klarer Worte. Er sagt, was er denkt, und macht aus seinem Herzen nie eine Mördergrube. Wahrhaftig Leben ist für den jungen Niederländer genauso wichtig wie Erfolge in der Formel 1.
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Ex-Weltmeister Nico Rosberg bekam Verstappens ehrliche Art jetzt in Monza bei der Mediensitzung des Red-Bull-Piloten mit den holländischen Kollegen zu spüren. Hintergrund: Vor drei Wochen hatte der in Monaco aufgewachsene Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg Verstappen noch als "besten Fahrer in der Formel 1, sogar besser als Lewis Hamilton", bezeichnet.
Nach Verstappens Startkollision mit Kimi Räikkönen beim Rennen vergangene Woche in Spa änderte Rosberg wieder seine Meinung. Verstappen sei in alte Muster zurückgefallen und zu aggressiv gefahren, behauptete der Ex-Champion.
Allein: Der Deutsche, der mit eigenen Beiträgen auf Youtube nicht nur Verstappen auf den Zeiger geht (auch Lewis Hamilton und Sebastian Vettel sind genervt), scheint mit seinen heftigen Beiträgen dabei nur seinen Ex-Chef bei Mercedes, Niki Lauda, imitieren zu wollen.

Nach Verstappens Startkollision mit Kimi Räikkönen beim Rennen vergangene Woche in Spa änderte Rosberg wieder seine Meinung.
Was die Situation mit Räikkönen betrifft, sagt der Holländer: "Es war ein unglücklicher Rennunfall. So etwas kann immer passieren. Kimi hat mich nicht gesehen, deshalb kam es zur Kollision."
Wer aber glaubt, dass Verstappen ein unsensibler Knochen ist, der kennt ihn nicht. Der junge Niederländer versteckt seine Emotionen nur hinter der Maske der aggressiven Ausstrahlung. Das ist seine Schutzmauer, um in der gnadenlosen Welt der Formel 1 zu bestehen.
Was kaum einer weiß: Der tödliche Unfall des Formel-2-Piloten Anthoine Hubert vor einer Woche in Spa ging auch ihm extrem nahe. Er sprach aber nur im engsten Familienkreis darüber. Mit seinem Vater Jos zum Beispiel am Abend des Unfalls.
Jos Verstappen zu AUTO BILD MOTORSPORT: "Als Max neun Jahre alt war, wurde er das erste Mal mit dem Tod auf der Rennstrecke konfrontiert. Bei einem Kartrennen überschlug sich ein Kollege direkt vor ihm und starb. Max redete drei Tage lang von nichts anderem, ich hörte einfach nur zu. Es ist seine Art, solche schlimmen Ereignisse zu verarbeiten."
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