Formel 1: Höhepunkte und Tiefpunkte von Vettel mit Ferrari

Formel 1: Vettel am Nürburgring

Eiszeit zwischen Vettel und Ferrari

Sebastian Vettel fühlte sich in Sotchi eingebremst. Ferrari wehrt sich gegen seine Bremsklotzvorwürfe.
Wo soll das noch hinführen zwischen Sebastian Vettel (33) und seinem einst so geliebten Ferrari-Rennstall? In jedem anderem Arbeitsverhältnis wäre es an der Zeit, mit Rücksicht auf das Wohlbefinden aller Beteiligten den Vertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Doch sowohl Ferrari als auch der Deutsche wollen sich lieber quälen und die verbleibenden sieben Saisonrennen gemeinsam im Fegefeuer der Gefühle verbringen.
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Fest steht: Die Gräben sind tief, die gegenseitigen Vorwürfe immer offensichtlicher. Jetzt wehrt sich Ferrari gegen Vettels Vorwürfe, Ferrari hätte ihn im letzten Rennen in Sotschi als Bremsklotz gegen die beiden Renault-Piloten Daniel Ricciardo missbraucht.
„Sein Rennen war deutlich komplizierter“, sagt Chefstratege Inaki Rueda. „Ihm fehlte der Speed, um zu überholen. Ein Undercut gegen Grosjean und Giovinazzi war eine Option, aber dann hätte er wohl das ganze Rennen hinter Magnussen festgesteckt.“

Vettel erlebt schwere Zeiten

©Picture-alliance

Interessant dabei der versteckte Vorwurf, Vettel hätte das Tempo gefehlt. Rueda weiter: „Wir haben Seb über den Zustand seines Reifens gefragt und sind bei dem Plan geblieben, den wir vorher ausgemacht hatten.“
Die Wetterprognose in der Eifel passt dabei nur zu gut zur frostigen Stimmung zwischen Vettel und Ferrari. Nasskalt soll es werden, nur am Sonntag bleibe es trocken, bei Temperaturen um die sieben Grad.
Fest steht: Leicht werden die letzten sieben Rennen mit Ferrari nicht für den Heppenheimer. Kein Wunder, dass man sich auch schon bei Vettels zukünftigem Team Gedanken macht über die Gefühlslage ihres Fahrers für 2021. „Wir können Sebastian helfen“, sagt Racing Point-Technikchef Andy Green. „Er fühlt sich nicht gut im Moment, da leidet auch das Selbstbewusstsein.“
„Aber“, so Green weiter, „wir sind das beste Team, um Fahrer wieder zu ihrer alter Stärke zu führen. Weil wir sehr fahrerorientiert arbeiten. Wir nehmen uns extrem viel Zeit ihnen zuzuhören. Es gibt null Politik bei uns und das ermöglicht es den Piloten, sich ganz aufs Fahren zu konzentrieren. Ich bin sicher, wir werden deshalb 2021 wieder den alten Sebastian erleben.“
Noch aber muss der Deutsche die Endzeit-Stimmung bei Ferrari ertragen. Hoffnung macht ein neuer Unterboden, der sein Fahrgefühl im SF1000 verbessern soll.

Formel 1: Höhepunkte und Tiefpunkte von Vettel mit Ferrari

Autor: Ralf Bach

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