Zu wenig Grip, zu langsam auf Betriebstemperatur, zu wenig Wasserverdrängung – die Kritikliste an Pirellis Formel-1-Regenreifen war 2016 extrem lang. Daher testen die Italiener die neuen Regenpneus, die wie die Trockenreifen deutlich breiter werden, auf Herz und Nieren. Gestern rückte Sebastian Vettel in einem modifizierten 2015er Ferrari-Modell im italienischen Fiorano aus.
Vettel
Ferrari testet für Pirelli die dicken Reifen für 2017
Ein Amateur-Video zeigt: Vettel flog dabei heftig in die Reifenstapel! Zwar konnte der Deutsche aus eigener Kraft und wohlauf aus dem Cockpit steigen, aber sein Ferrari ist Schrott. Eigentlich sollte heute Testfahrer Antonio Giovinazzi die Probefahrten fortführen, doch dazu wird es wohl nicht kommen.
Der Crash passierte in einer Linkskurve – und zwar in der Aufwärmrunde! Zum Zeitpunkt des Unfalls zeigte das Thermometer in Fiorano nur fünf Grad Celsius an, die Piste war nass. Pirelli lässt ausrichten: „Es war ein normaler Unfall auf nasser Straße.“
Trotzdem wächst die Sorge, dass 2017 Regenrennen noch schwieriger werden - und daher auch noch seltener von der Rennleitung freigegeben werden. Denn mit den deutlich breiteren Reifen (hinten acht, vorne sechs Zentimeter mehr) wird auch mehr Wasser aufgewirbelt und verschlechtert die Sicht für die Fahrer...
Pirelli-Motorsportchef fürchtet: Regenrennen 2017 unmöglich