Formel 1: Vettel gratuliert Rosberg
Vettel: Hamilton mit "schmutzigen Tricks"

Sebastian Vettel machte die WM noch einmal richtig spannend. Am Ende wurde der Deutsche Dritter und fand deutliche Worte in Richtung Lewis Hamilton.
Bild: Picture-Alliance / Nico Rosberg
- Frederik Hackbarth
- Bianca Garloff
Sebastian Vettel war einer der ersten Gratulanten: Nach dem Rennen eilte er zu Nico Rosberg, den er mit seiner Schlussattacke lange um den Titel hatte zittern lassen. Doch der wahre Grund für die Spannung am Ende war Lewis Hamilton. Der Brite hatte Rosberg eingebremst, um seine Titelchancen irgendwie aufrecht zu erhalten. Unglaublich: In der letzten Rennrunde fuhr Hamilton fast zehn Sekunden langsamer als in seiner Qualifyingrunde.

Jubel-Selfie: Rosberg und Vettel nach dem Finale
Am Ende blieb es bei Platz drei für Vettel. Doch in der Pressekonferenz wurde Vettel zum zweiten Sieger des Rennens – zumindest zum moralischen. Denn als Hamilton wieder davon anfangen wollte, dass Rosberg den Titel nur wegen seiner eigenen Probleme holen konnte, ergriff der Deutsche das Wort und sprang Rosberg zur Seite: „Als Erstes muss man sagen: Glückwunsch. Nico ist der absolut verdiente Champion. Es ist sein Tag heute, er sollte im Mittelpunkt stehen.“Der letzte deutsche Weltmeister über seinen Nachfolger: „Er ist das ganze Jahr über phantastisch gefahren. Mal war er schneller, mal Lewis. Es war ein enger Kampf. Vielleicht hatte er die bessere Zuverlässigkeit, aber die Saison hat 21 Rennen. Länger könnte es gar nicht sein. Wer da am Ende vorne steht, hat es also sicher auch verdient. Zumal das heute kein Spaziergang für ihn war.“
Vettel: Hamilton hat sich selbst geschadet
Hamiltons Aktion bewertete Vettel so: „Ich kann es verstehen und für mich war es natürlich auch interessant, weil ich dadurch Chancen auf den Sieg hatte. Aber es war nicht sehr fair und aus Nicos Sicht und der des Team nicht gerade toll. Ich hätte am Ende nicht in Nicos Schuhen stecken wollen.“

Schampus für den Weltmeister: Vettel duscht Rosberg
Aus Ferrari-Sicht war der dritte Platz dennoch ein versöhnlicher Abschluss eines „harten Jahres.“ Vettel: „Das Team hat dieses Podium verdient. Wir hatten so viel Kritik dieses Jahr – manchmal berechtigt, manchmal weniger. Da ist es schön, ein Erfolgserlebnis mit in die Winterpause zu nehmen.“
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