Formel 1: Vettel mit Reifenschaden
"Es kam wie aus dem Nichts"

Ein später Reifenschaden kostet Sebastian Vettel in Silverstone viele Punkte. Hat Ferrari zu hoch gepokert? Mercedes-Boss Niki Lauda ist überzeugt davon.
Bild: Picture-Alliance / Getty Images
- Frederik Hackbarth
Bittere Pille für Sebastian Vettel: Nur Platz sieben in Silverstone. Der Großbritannien GP kostet den WM-Führenden fast seinen ganzen Vorsprung in der Weltmeisterschaft. Bis auf einen Punkt ist Rivale Lewis Hamilton nach seinem Heimsieg dran am Heppenheimer. Dabei lag Vettel bis eine Runde vor Schluss immerhin auf Rang vier. Doch dann platzte am Ferrari der linke Vorderreifen.

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Nicht nur Vettel hatte Probleme mit den Pneus. Red-Bull-Verfolger Max Verstappen sah sich zu einem Sicherheitsstopp genötigt und auch Vettel-Teamkollege Kimi Räikkönen musste mit einem kaputten Reifen an die Box schleichen - nur eine Runde, bevor bei Vettel das Problem auftrat. Pirelli teilte nach dem Rennen jedoch mit, dass es sich bei den beiden Reifenschäden um unterschiedliche Probleme handelte. Bei Vettel sei einfach der Lebenszyklus des Gummis am Ende gewesen. Bei Räikkönen trat hingegen eine Delaminierung auf, eine Schicht am Gummi löste sich ab.

Niki Lauda (r.) kritisierte Ferraris Strategie
Vettel verteidigte indes die Entscheidung der Roten: „Im Nachhinein ist man immer schlau. Wir haben es im Rennen am Funk diskutiert und ich hatte das Gefühl, es sei in Ordnung. Dass dann der Reifen in die Luft fliegt, kann man nicht wissen.“ Vettel, der schon in der Vergangenheit oft nicht mit Kritik an Reifenhersteller Pirelli sparte: „Das ganze Feld hatte heute Probleme mit den Blasen, die der Reifen wirft. Es war also definitiv keine Sternstunde für die Reifen.“
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