Formel 1: Vettel muss aufpassen
Leclerc als Karriere-Killer?

Charles Leclerc droht Sebastian Vettel bei Ferrari zur Nummer zwei zu machen. Darum muss der Deutsche aufpassen.
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Sebastian Vettel ist im Angriffsmodus. "Im Herzen von Italien vor den Tifosi zu fahren, bedeutet mir viel. Wir wollen den Sieg", sagt der Heppenheimer. Doch am Freitag im Königlichen Park war erneut sein Teamkollege Charles Leclerc schneller. Wenn der Monegasse am Sonntag (ab 15.10 Uhr live auf RTL, Sky und F1 TV) auch den ersten Ferrari-Heimsieg seit 2010 (Fernando Alonso) holt, droht Leclerc zu Vettels Karriere-Killer zu werden.
Das glauben jedenfalls die Experten. "Wir wissen alle, dass Charles sehr schnell ist, er ist ein riesiges Talent", sagt beispielsweise Formel-1-Legende Alain Prost. "Das ist eine normale Situation. Die Medien unterstützen immer den Jüngeren, was ganz normal ist. Es ist schwierig zu akzeptieren und das wissen wir alle."

Fährt Vettel auch in Monza hinter Kollege Leclerc?
McLaren-Pilot Carlos Sainz ergänzt beim spanischen TV-Sender Movistar: "Wenn ich Vettel wäre, dann würde ich mir vor allem wegen der Sonntage Sorgen machen. Am Samstag kann ein junger Kerl wie Leclerc ihn schlagen. Aber wenn Leclerc diese Pace auch am Sonntag hat, dann ist das Grund zur Sorge."
Doch Vettel hat auch Fürsprecher. Ex-Präsident Luca di Montezemolo zum Beispiel, der ihn schon früher zu Ferrari lotsen wollte. "Vettel ist keine Nummer zwei. Vettel ist eine Nummer eins", so der 72-Jährige. Leclerc sei zwar dabei, eine Nummer eins zu werden. "Es ist gut, zwei Nummer-eins-Fahrer zu haben. Sebastian ist in meinen Augen aber noch immer sehr, sehr gut. Ich bin sicher, dass er zurückkommt."
Durchaus möglich aber, dass das Qualifying das Comeback in Monza vereitelt. Laut Ferrari-Plan muss Vettel da nämlich Lockführer für Leclerc (mehr Infos hier) spielen...
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