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Formel 1: Vettel nach Spanien-Qualifying

Nur eine Sache ist positiv für Vettel

Sebastian Vettel muss sich im Barcelona-Qualifying mit Rang drei begnügen - der Rückstand auf Mercedes ist alarmierend groß. Das sagt der Deutsche:
Das hatte sich Sebastian Vettel (31) nach den vielen Updates und der neuen Motorstufe beim Großen Preis von Spanien anders vorgestellt. Startplatz drei war dabei weniger Anlass der Enttäuschung. Eher der große Rückstand auf Mercedes, besonders auf Pole-Mann Valtteri Bottas. Mehr als acht Zehntel, das ist in der Formel 1 eine Welt.
Besonders im nur rund einen Kilometer langen, letzten Sektor verlor der Heppenheimer die meiste Zeit auf die Silberpfeile. Vettel versuchte noch gute Miene zum bösen Spiel zu machen. "Natürlich sind acht Zehntelsekunden viel für diese relativ kurze Strecke, aber wir haben dort von der zehnten bis zur 15. Kurve in jeder Kehre Zeit liegenlassen. Wir haben noch viele Hausaufgaben, die wir erledigen müssen. Denn offensichtlich fehlt uns der Grip, weshalb unser Kurvenspeed nicht so gut ist."
Das Schlimme ist: "Das Auto fühlte sich nicht schlecht an", bilanzierte der Deutsche. "Aber das reichte ganz offensichtlich nicht. Ich denke, wir haben die Fahrzeug-Balance ziemlich gut hinbekommen, auch wenn ich wohl etwas mehr Untersteuern hatte als die Mercedes-Jungs. Uns fehlte es einfach an Haftung. Wir waren auf den Geraden ganz klar schneller, aber die gibt es im letzten Sektor natürlich nicht."

Gegen die Silberpfeile sieht Ferrari derzeit kein Land

Das einzig Positive: Vettel stellte diesmal den aufmüpfigen Teamkollegen Charles Leclerc klar in den Schatten. Knappe drei Zehntelsekunden fehlten Leclerc auf Ferraris Nummer eins. Auch weil er sich beim Räubern über die Curbs in Qualiabschnitt zwei den Unterboden demoliert hat.
Wenigstens am Barcelona-Wochenende muss Vettel also nicht die Marktschreierischen Headlines aus Italien lesen, die in blumiger Sprache lautstark einen Nummer-1-Status für den jungen Monegassen einfordern wollen.
Insofern wird es dessen umtriebigem Manager Nicolas Todt zumindest in Spanien schwerfallen, seinen Schützling positiv zu platzieren. Wie lange Alleinkämpfer Vettel diesem internen Machtkampf noch standhalten will, ist allerdings offen.
Sportlich sieht es jetzt schon düster aus. Kaum jemand unter den Experten im Fahrerlager glaubt mehr daran, dass Ferrari in dieser Saison den Rückstand auf Mercedes aufholen kann. Auch weil die Probleme größer erscheinen, als die Scuderia zugeben will. So wird angezweifelt, dass der ungewöhnlich frühe Einsatz der zweiten Motorausbaustufe (nur drei im Jahr sind erlaubt) tatsächlich freiwillig war.
Für Ex-Mercedes-Motorenchef Mario Illien macht das keinen Sinn. Der Schweizer zu AUTO BILD MOTORSPORT: "In Barcelona hast du mit einem neuen Motor so gut wie gar keine Performance-Vorteile. Deshalb machst du das in Barcelona nur, wenn du vorher Probleme beispielsweise mit der Zuverlässigkeit hast und die nur mit einer neuen Ausbaustufe lösen kannst."

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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