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Formel 1: Vettel nimmt Ferrari in Schutz

Teamchef poltert nach Quali-Panne

Ferrari verzockt sich mit den Reifen. Sebastian Vettel im Quali nach Fehler weit hinten. Die Kritik an ihm und seinem Team findet der Deutsche überzogen.
Ferrari-Star Sebastian Vettel steht buchstäblich im Regen, als er Stellung bezieht zum nächsten Qualifying-Desaster von Ferrari... Platz neun, verzockt mit den Reifen, Fahrfehler auf halbnasser Piste. Es ist die nächste Klatsche für Vettel. Der Deutsche ehrlich: „Ich bin natürlich nicht happy. Nicht unser Tag und unser Qualifying mit dem Timing.“

Sebastian Vettel nach dem im Qualifying in Suzuka

Die große Kritik an seinem Team findet Vettel aber überzogen: „Natürlich war es im Nachhinein die falsche Entscheidung, aber wir hatten unsere Gründe. Es lag was in der Luft. Fünf Minuten später hat's geschifft. Also sollte man jetzt nicht darauf rumreiten.“
Die Schuld sucht der Heppenheimer aber nicht im Team: „Bei solchen Bedingungen liegt man entweder richtig oder falsch", sagt er. "Dafür gebe ich niemandem die Schuld. Wenn es fünf Minuten früher regnet, hätte es anders ausgeschaut. Dann hätten wir ein Wunder vollbracht, weil wir die Einzigen sind, die clever genug waren. Wenn es so läuft wie jetzt, sind wir die Einzigen, die dumm aussehen.“
Wessen Entscheidung die Reifenwahl am Samstag in Q3 letztendlich war, will Vettel nicht sagen. Er stellt sich demonstrativ vor sein Team: „Das macht keinen Unterschied. Es war UNSER Call“, so der WM-Zweite. Wenn überhaupt, nimmt er die Schuld auf sich. „Leider habe ich in der Spoon-Kurve einen Fehler gemacht. Da habe ich das Gros der Zeit verloren.“

Vettel kam am Samstag mehrmals von der Strecke ab

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene hingegen trägt den internen Machtkampf gegen Technikchef Mattia Binotto erstmals auch in die Öffentlichkeit. Er poltert: „In technische Entscheidungen mische ich mich nicht ein. Das heute ist aber nicht akzeptabel.“ 
Arrivabene hinterfragt sogar die Aufstellung der Scuderia, sagt: „Wir haben ein junges Team. Es stimmt, dass es manchmal an Erfahrung oder dem richtigen Riecher fehlt.“
Vettel und Arrivabene; zwei gegensätzliche Pole bei Ferrari. Denn während der Italiener sich offenbar geschlagen gibt, kämpft Vettel weiter. „Natürlich wird es nicht einfacher, wenn wir hinten sind. Aber wir haben von gestern auf heute mit dem Auto einen Schritt gemacht, auch wenn wir den jetzt nicht bestätigen konnten. Von daher ist alles drin.“ 
Zumindest weiterer Regen bleibt Ferrari am Sonntag erspart. Dann ist trockenes Wetter angesagt. Und: Nach einer Rückversetzung Esteban Ocons startet Vettel immerhin von Platz acht.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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