Da schaut selbst ein vierfacher Weltmeister ganz genau hin: Sebastian Vettel nimmt nach dem Qualifying zum Ungarn GP im Parc fermé den Red Bull RB15 unter die Lupe (s. Bild unten). Kein Wunder nach Max Verstappens Pole Position. Für Vettel und Teamkollege Charles Leclerc reicht es hingegen nur für die Startplätze vier und fünf.
Will die Scuderia nun noch mehr von Red Bull kopieren? Fakt ist: Bereits für den Hungaroring hat Ferrari bei den seitlichen Luftleitblechen eine Variante gewählt, wie sie seit dem Spanien GP auch schon am RB15 zu sehen ist.
Ziel der neuen Bargeboards, die eine doppelte Boomerang-Form am oberen Ende der vertikalen Flügel aufweisen: mehr Abtrieb. Auch der Luftfluss unter das Auto wird so effizienter gestaltet.
Vettel
Sebastian Vettel nimmt den Red Bull genau ins Auge
Allein: Noch ist die Kopie offensichtlich nicht so schnell wie das Original. Auf Verstappens Zeit fehlt Vettel immerhin eine halbe Sekunde. „Keine Überraschung“, sagt Vettel trotzdem nach dem Qualifying. „Hier geht es einfach um Downforce. Ich glaube nicht, dass sie etwas Spezielles gefunden haben. Aber sie waren ja auch schon die letzten Wochen schnell.“
Vor allem im letzten Sektor verliert Ferrari in Ungarn viel Zeit. „Da schadet ihnen die Philosophie ihres Autos mit wenig Luftwiderstand besonders“, urteilt Experte Martin Brundle. Ganz anders sieht es beim Red Bull aus, der auf dem winkligen Kurs vor allem im ersten und letzten Sektor überzeugen kann.
Vettel über Red Bull: „Sie haben offensichtlich einen Nachteil auf Motorenseite. Aber der Motor ist hier nicht wichtig. Wir wussten, dass sie stark sein werden und Mercedes ebenfalls, weil die das beste Gesamtpaket haben.“
Eine Hoffnung für das Rennen am Sonntag hat Vettel aber noch - vielleicht hilft dem Deutschen die Hitze in der ungarischen Puszta. „Ich hoffe, dass alle Reifen schmelzen und wir mehr Stopps bekommen als einen. Sonst wird's morgen schwer“, sagt Vettel mit Blick auf den an Überholmöglichkeiten armen Hungaroring.
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Von

Frederik Hackbarth