Formel 1: Vettel sucht den Wohlfühlfaktor
Vettel warnt: "Mercedes war stärker"

Trotz zwei Ferrari-Bestzeiten: Sebastian Vettel sieht nach den Longruns Mercedes in der Favoritenrolle. Der Deutsche sucht das Vertrauen ins Auto.
- Frederik Hackbarth
Tag eins beim großen Ferrari-Heimspiel in Monza: Sebastian Vettel kommt im ersten Training auf den achten Platz, im zweiten auf Rang drei, zwei Zehntel hinter der Bestzeit von Teamkollege Charles Leclerc.
"Mit den Verhältnissen heute war es natürlich ein bisschen chaotisch. Zunächst ist jeder rausgehuscht und hat versucht eine Runde unter guten Bedingungen zu erwischten. Mir ist das vielleicht nicht ganz ideal gelungen", lautet Vettels erstes Fazit nach einem Tag, an dem der Trainingsbetrieb immer wieder von Regenschauern beeinflusst wird.
"Morgen werden die Bedingungen doch deutlich anders sein, also lassen wir uns überraschen. Ich denke, dass es soweit nicht schlecht aussieht und unser Auto grob funktioniert. Hier und da zwickt es noch bisschen, das müssen wir aussortieren", sagt Vettel, fügt aber auch hinzu, dass die Analyse so kurz nach Trainingsende natürlich noch nicht abgeschlossen ist.

Wer hat in Monza Oberwasser: Mercedes oder Ferrari?
Damit Vettel den Silberpfeilen Paroli bieten und endlich seinen ersten Saisonsieg holen kann, arbeiten der Deutsche und seine Ingenieure jetzt am Wohlfühlfaktor. Der ist laut Vettel in Monza nämlich ganz besonders entscheidend: "Weil man hier generell mit wenig Abtrieb fährt, dadurch ist das Auto nervöser. Dann ist es natürlich wichtig, dass man Vertrauen ins Auto hat."
Immerhin: "Dadurch dass es am Nachmittag trockener war, konnten wir ein paar Daten sammeln", berichtet Vettel. Auch über den neuen Ferrari-Motor. Erste Erkenntnis: "Er läuft. Ich glaube, das ist das Wichtigste. Klar ist auch, dass man am Freitag noch nicht so an die Grenze geht. Bisher sieht da aber alles gut aus."
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