Formel 1: Höhepunkte und Tiefpunkte von Vettel mit Ferrari

Formel 1: Vettel versus Ferrari

Enzo-Ferrari-Vertrauter stützt Vettel

Ferraris-Kultingenieur Mauro Forghieri mischt sich in das angespannte Verhältnis zwischen Ferrari und Noch-Fahrer Sebastian Vettel (33) ein.
Ferraris-Kultingenieur Mauro Forghieri mischt sich in das angespannte Verhältnis zwischen Ferrari und Noch-Fahrer Sebastian Vettel (33) ein.
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Forghieri (85) galt als Technik-Genie der Scuderia, der mit seinem Seiltanz zwischen Genie und Wahnsinn unter anderem Niki Lauda zu zwei WM-Titeln (1975 und 1977) verhalf. Der Italiener ist ein Ziehkind und ehemaliger Vertrauter vom legendären Firmengründer Enzo Ferrari selbst. Umso bedeutender, dass ausgerechnet ein Ferrari-Urgestein sich jetzt deutlich auf die Seite des Deutschen schlägt.

Ferrari-Designerlegende Mauro Forghieri

Im Gespräch mit der italienischen Tageszeitung „Quotidiano“ klagt er die Ferrari-Manager an: „Ich bin sicher, dass Enzo Ferrari Sebastian Vettel anders behandelt hätte. Denn Sebastian verdient viel mehr Respekt.“
Den bekam der Heppenheimer zu Beginn auch. Ferrari-Sohn Piero sagte 2014 zu den SPORT1-Reportern: „Ich bin wirklich optimistisch und hoffe, dass wir ihm ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung stellen können. Wenn er nicht gewinnt, liegt es nicht an ihm. Das Fragezeichen steht nur hinter unserem Material.“
Eine Aussage, die mittlerweile vergessen ist. Umso wichtiger, dass Kult-Ingenieur Forghieri jetzt Klartext redet und die Schuld nicht beim Fahrer sucht: „Sie haben ein menschliches Problem. Es gibt keinen Mangel an Geld. Aber sie müssen so schnell wie möglich ihre technischen Strukturen verbessern.“
Forghieri kritisiert dabei vor allem Führungseigenschaften von Teamchef Mattia Binotto. „Binotto spielt eine sehr delikate Rolle. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Teamchef bei Ferrari zu sein, ist extrem schwierig. Der Druck ist enorm, Ferrari vergisst niemals etwas. Binotto muss sich jetzt mit den richtigen Leuten umgeben, um das vorhandene Potential auszuschöpfen.“
Dabei mangele es nicht nur an fehlender Antriebs-Power, „sondern das Auto hat auch in anderen Bereichen Schwachstellen.“
Dazu komme der falsche Umgang mit den Fahrern. Forghieri: „Leclerc ist sehr talentiert, aber auch noch sehr jung. Ferrari sollte ihn nicht jetzt schon mit so viel Verantwortung belasten.“

Formel 1: Höhepunkte und Tiefpunkte von Vettel mit Ferrari

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Autoren: Ralf Bach,

Fotos: Picture-alliance

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