Formel 1: Vettel verteidigt Marchionne
Keine Sieg-Pflicht in Singapur

Nach der Aufregung um Sergio Marchionnes Versager-Aussage zuletzt in Monza, meldet sich Ferrari-Star Sebastian Vettel zu Wort - und gibt sich gelassen.
Bild: Picture-Alliance
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Die Ferrari-Niederlage beim Großen Preis von Italien hallt bis Singapur nach. Mit guter Laune beginnt Sebastian Vettel seine Presserunde, mit etwas schlechterer beendet er sie. Hintergrund: Gleich mehrfach wird der Heppenheimer auf die Motzki-Aussage von Ferrari-Präsident Sergio Marchionne nach dem letzten Rennen in Monza angesprochen. "Wir haben versagt", hat der Italo-Kanadier da geschimpft.
Vettel will davon nichts wissen, verteidigt seinen Oberboss sogar: "Es ist nicht das erste Mal, dass man da einen Satz rausnimmt", kontert er. "Da steckt ja für die Leute mehr drin, mehr Aufregung, mehr Würze als in den Sätzen, die davor oder danach gesagt worden sind. Deswegen nehme ich das nicht so ernst."

Vettel mit Marchionne, Arrivabene und Räikkönen
Der Heppenheimer will keine Negativ-Tendenz aufkommen lassen. Positiv denken für den Titel-Endspurt ist angesagt in Vettels Ferrari-Welt. Auf dem Papier gilt die Scuderia auf dem kurvenreichen Stadtkurs in Singapur als Favorit. Vettels Ferrari mag die 23 Kurven lieber als der Mercedes mit seinem langen Radstand. Besteht am Sonntag also Siegpflicht?
Vettel erneut in Abwehrhaltung: "Wir müssen gar nichts. Wenn die Chance da ist, sollten wir sie ergreifen. Man unterschätzt die kleinen Details, die da zusammen kommen müssen. Aber das Auto war bisher auf jeder Strecke gut. Daher bin ich zuversichtlich." Dass eine weitere Niederlage den WM-Traum platzen lassen könnte, glaubt Vettel nicht: "Zum Schluss wird zusammengezählt", sagt er.
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