Formel 1: Bilder vom Russland GP

Formel 1: Vettel warnt Bottas

Ferrari verliert Update-Schlacht

Sebastian Vettel fehlt auch im Qualifying eine halbe Sekunde auf Mercedes. Warum der Deutsche noch nicht aufgibt und welchen Schlachtplan er hat.
So unglücklich wirkte Sebastian Vettel gar nicht. Dafür spricht auch eine Aktion des Ferrari-Stars im Parc Fermée. Da geht er zu Polesetter Valtteri Bottas und erinnert den Finnen ans Vorjahr. Da stand Vettel auf Pole und wurde am Start am Ende der ultralangen Geraden von Bottas kassiert. Der Mercedes-Star gewann daraufhin. Vettel verrät jetzt: „Ich habe Valtteri Bottas gewarnt - ich habe nicht vergessen, was er 2017 getan hat. Also gedenke ich, am Sonntag das Gleiche zu tun.“
In diesem Jahr war das Qualifying von Russland eine Schlacht der Updates. Beide Top-Teams kamen mit neuen Autos nach Sotchi. Und da Vettel gar nicht so recht weiß, wo Ferrari sich noch verbessern könnte, muss Mercedes das Entwicklungsrennen in den Fabriken gewonnen haben.

Vettel rechnet sich im Rennen noch Chanen aus

Der Deutsche gibt zu: „Wir haben einige Verbesserungen mitgebracht, aber mir scheint, wir haben noch nicht das Beste daraus gemacht. Ich kann nicht wegreden, dass Mercedes sehr schnell ist. Was mich für Sonntag positiv stimmt - die Fahrzeugbalance war in Ordnung.“
Fakt ist: Mercedes hat mehr am Auto geändert als Ferrari. Der Heckflügel ist neu, zwei statt eine Stelze stützen nun das Hauptblatt. Bisher fuhren nur die Ferrari-angetrieben Teams mit dieser Variante. Vorteil: Sie könnte eine kontrollierte Absenkung auf der Geraden und damit mehr Top-Speed ermöglichen. War das die ganze Zeit Ferraris Speed-Geheimnis?
Aber nicht nur das: Mercedes verpasste dem Silberpfeil auch einen neuen Frontflügel, modifizierte den Unterboden und die seitlichen Luftleitbleche.
Ferrari konterte lediglich mit einem neuen Frontflügel. Immerhin: Der ist komplett rundererneuert, soll die Effizienz erhöhen und nicht den Abtrieb. Einen neuen Heckflügel packte Ferrari allerdings wieder ein und fährt nun die ältere Variante mit mehr Anpressdruck. Grund: Die neue Version nahm die Reifen zu hart ran. Vettel bleibt Optimist: „Morgen ist für Ferrari noch alles drin. Russland ist immer ein langes Rennen, und elementar wird dabei das Reifen-Management sein.“

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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