Mit dem Saisonfinale in Abu Dhabi geht die Formel 1 in die Winterpause. Vor allem Sebastian Vettel ist darauf erpicht, eine schwierige Saison mit einem Höhepunkt abzuschließen. „Wir wollen gewinnen. Das ist sehr wichtig für uns und würde helfen, das Momentum in den Winter mitzunehmen. Dafür geben wir noch einmal alles“, sagt Vettel am Donnerstag in Abu Dhabi.
Auch auf technischer Seite richtet die Scuderia den Blick beim Finale schon voll auf 2019. In der Ferrari-Box war am Donnerstag ein neue Frontflügelkonfiguration zu sehen, die zwar den 2018-er Regularien entspricht, aber bereits viele vereinfachte Elemente aufgreift, die Bestandteil der nächstjährigen Aero-Regeln sind. Ferrari nutzt die letzten Kilometer des Jahres also bereits als Test für die neue Saison.
Ferrari
Am Donnerstag in bester Laune: Sebastian Vettel
Das Ziel, die aktuelle Saisonbilanz noch etwas aufzuhübschen, bleibt aber unverändert: Vettels letzter Sieg ist schon eine Weile her, beim Belgien GP in Spa durfte er im August zuletzt ganz oben auf dem Podium jubeln. „Ich glaube nicht, dass wir verlernt haben, wie es geht“, sagt der Heppenheimer. Auch wenn beim Finale nur noch um die Goldene Ananas gefahren wird, freut sich Vettel auf das Wochenende: „Es ist schließlich immer noch ein Privileg für Ferrari zu fahren“, sagt er.
Das Fazit der Roten fällt indes gemischt aus. „Ich denke, es war ein gutes Jahr, aber kein perfektes. Wir hatten unsere Höhen und Tiefen. Wenn man am Ende Zweiter in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM wird, dann fehlt der letzte Schritt.“ Warum das so war, benennt Vettel auch gleich: „Unterm Strich hat uns die Konstanz und der Speed gefehlt, um Dinge in die Hand zu nehmen und zu entscheiden.“
Die Schlussfolgerung: „Es gibt noch sehr viel zu tun. Aber so wie ich die Truppe kenne, ist jeder gewillt alles zu geben, solange der letzte Schritt noch aussteht. Im Team passieren viele Dinge, die in richtige Richtung laufen. Aber das Jahr hat auch gezeigt, dass wir noch nicht ganz da sind und uns noch verbessern müssen.“
Die schonungslose Fehleranalyse ist laut Vettel aber nur ein Teil der Wahrheit. „Es bringt jetzt auch nichts, das ein oder andere zu diskutieren. Unterm Strich waren die Anderen einfach besser. Es ist auch nicht fair, wenn man dann die ganze Zeit versucht davon abzulenken“, findet der Deutsche und erklärt in Bezug auf WM-Rivale Lewis Hamilton und Mercedes: „Wir wurden geschlagen. Das muss man dann auch mal anerkennen.“