Formel 1: Vettels Drei-Jahres-Plan
Der Titel ist für 2017 geplant

Rückschlag für Sebastian Vettel: Sein Bahrain-Motor ist futsch. Aber der Deutsche gibt die Hoffnung nicht auf - und hat ohnehin eine andere Zeitrechnung.
Bild: Picture-Alliance
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Der Motorschaden in der Einführungsrunde zum Großen Preis von Bahrain war für Sebastian Vettel (28) nur ein kleiner Rückschlag auf dem Weg zum großen Ziel.
Bei Ferrari herrscht Katzenjammer-Stimmung. Sebastian Vettel wird den Motor, der in Bahrain schon in der Einführungsrunde explodierte, laut Teamchef Maurizio Arrivabene „zu 90 Prozent verlieren“. Allein: Vettel konnte in der Wüste bei seinem Chef am Kommandostand schon wieder lachen.

Spätestens nächstes Jahr will Vettel vor Mercedes sein
Sogar Vettel selbst gibt das indirekt zu. Die Frage: Glaubt er, dass er bis 2020 - solange sind die komplizierten Hybridmotoren am Start - mit Ferrari Weltmeister wird? Vettels Antwort: „Ja, ich bin zuversichtlich“, sagt er zu SPORT BILD: „So lange läuft mein Vertrag ja nicht mal! Das ist also das Erste, was ich aussortieren müsste, abgesehen davon, dass ich dann schon ein alter Mann sein werde.“
Vettel, der Scherzbold! Ernst wird er dann aber doch noch. „Ja, ich bin zuversichtlich. Diese Saison haben wir wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Und ich weiß, welche Entwicklungen wir noch in der Pipeline haben. Damit meine ich nicht nur dieses Jahr!“

Mit Papa Norbert: Im Hause Vettel ist Geduld gefragt
Vettel weiß, dass der Vorsprung der Silberpfeile noch zu groß ist. „Immer wenn ich dachte, ich habe Lewis, drehte der am Knopf und war wieder weg“, so der Heppenheimer nach dem Melbourne-Grand-Prix.

Vettel jagt seinen fünften Titel in der Königsklasse
Deshalb rechnet Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone auch auch nicht damit. Dass Vettel 2017 WM-fähig ist. Ecclestone zu SPORT BILD: „Ferrari wird bis 2020 keine WM mehr gewinnen, wenn wir die verdammten Hybridmotoren nicht loswerden. Es gibt kein Auto in der Formel-1-Geschichte, das so überlegen war wie der aktuelle Mercedes. Da nützt auch ein Vettel nichts.“
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