Formel 1: Pressestimmen zur Vettel-Strafe

Formel 1: Vettels Funkverkehr

Ricciardo ergreift Partei für Vettel

Nach der harten Strafe gegen Sebastian Vettel erhält der Deutsche Zuspruch von seinen Fahrerkollegen - vor allem Daniel Ricciardo erinnert an eine Szene:
Er ist nur einer von vielen Fahrern, die sich auf Sebastian Vettels Seite schlagen. Aber er ist vielleicht der Wichtigste: Daniel Ricciardo. Der Renault-Star hatte 2016 in Monaco eine Begegnung der besonderen Art mit Lewis Hamilton (siehe Video).
Der Australier, damals noch in Diensten von Red Bull, erzählt: "Wenn Sebastian etwas weiter nach links zieht, dreht er sich. Wenn er auf dem Gras bremst, dreht er sich auch. Lewis hatte nicht viel Platz, aber genug. Ich hatte eine ähnliche Situation mit Lewis in Monaco 2016. Er hatte den Notausgang gewählt und mich danach fast in die Mauer gedrückt. Damals war seine Aktion gegen mich härter und enger als jetzt. Er hat keine Strafe bekommen. Das war gut. Es war hartes Racing."
Härter als gestern in Montreal. Deshalb hat Ferrari Protest angemeldet (alle Infos hier).

Vettel und Renningenieur Riccardo Adami in Montreal

Wie ungerecht sich Sebastian Vettel behandelt fühlte, zeigt das Protokoll seines Funkverkehrs:
Renningenieur Riccardo Adami: "Wir haben eine 5-Sekunden-Strafe für ein unsicheres Zurückfahren. Kopf runter, Kopf runter. Hamilton drei Sekunden zurück."
Vettel:
 "Ich konnte nirgendwo hin. Ernsthaft, ich konnte nirgendwo hin. Ich habe ihn nicht einmal gesehen."
Adami:
 "Verstanden."
Vettel: "Ich musste durch die Wiese und komme zurück. Er hatte hervorragenden Grip, wo zur Hölle soll ich denn hin? Ich hatte Gras auf meinen Reifen. Es ist seine Schuld, wenn er sich entscheidet, außen lang zu fahren. Wäre er innen rein gegangen, hätte er mich überholt."
Adami: "Okay, konzentriere dich. Verstanden. Konzentriere dich. Noch zehn Runden."
Vettel: "Ich konzentriere mich. Aber sie stehlen uns das Rennen."
Adami: "Verstanden."
Nach dem Rennen meldete sich Teamchef Mattia Binotto:
Vettel: "Man muss doch absolut blind sein, zu denken, dass man durchs Gras fährt und dann sofort wieder die absolute Kontrolle über das Auto hat. Ich hatte Glück, nicht die Mauer getroffen zu haben. Wo zur Hölle soll ich denn bitte hin? Ich sag‘s euch, das ist komplett falsch. Das ist nicht fair."
Binotto versucht, beruhigend auf Vettel einzuwirken.
Vettel: "Ich bleibe hier nicht ruhig. Das ist nicht fair. Es ist nicht fair. Ich bin sauer und habe das Recht, sauer zu sein. Mir doch egal, was die Leute sagen."

Formel 1: Pressestimmen zur Vettel-Strafe

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Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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