Formel 1: Wehrlein zu Sauber
Das wäre eine Liebesheirat!

Kolumne von ABMS-Redaktionsleiterin Bianca Garloff: Darum wäre ein Wechsel von Pascal Wehrlein zu Sauber keine Niederlage für den jungen Deutschen.
Bild: Picture-Alliance
Die Anzeichen verdichten sich. Felipe Massa hält sich im Urlaub fit für sein Comeback bei Williams. Valtteri Bottas wurde bereits im Mercedes-Werk in Brackley gesichtet. Und Pascal Wehrlein wird von unseren Kollegen von motorsport.com in den Sauber geschrieben. Eigentlich nur eine logische Konsequenz, nachdem AUTO BILD MOTORSPORT bereits letztes Jahr exklusiv von Massas Rückkehr und dem daraus resultierenden Bottas-Abschied berichtet hatte.

Kein Grund für schlechte Laune bei Pascal Wehrlein
Egal, denn würden Sie lieber die Frau heiraten, die Sie widerwillig ins Bett lässt? Oder die, die ihre Liebe zu Ihnen immer wieder bekundet? Mag der Silberpfeil auch noch so attraktiv sein – bei Sauber will man, anders als bei Mercedes, Wehrlein unbedingt. Die Schweizer um Teamchefin Monisha Kaltenborn sehen in dem Schwaben die perfekte fahrerische Ergänzung zum neuen Aufwärtstrend im Team. Seit der Übernahme durch Longbow Finance hat Kaltenborn die Strukturen verschlankt und personell aufgerüstet. Neben Ex-Audi-Technikchef Jörg Zander dockten die Strategie-Ingenieurin Ruth Buscombe, Max Verstappens alter Renningenieur Xevi Pujolar, sowie der neue Leiter der Aerodynamikabteilung, Nicolas Hennel, bei Sauber an.

2016 war Sauber noch Wehrleins großer Gegner...
Die perfekten Voraussetzungen also für einen jungen Mercedes-Junior, der sich – wie schon Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen – in einem Sauber-Rennwagen für mehr empfehlen will. Wehrlein kann sich im Schatten des Mercedes-Teams weiterentwickeln und mit guten Leistungen im immer noch unterlegenen Sauber zeigen, welchen Fehler die Mercedes-Teamführung gemacht hat, ihn nicht schon in diesem Jahr zu verpflichten.
Service-Links
