Ex-Weltmeister Nico Rosberg wusste nach dem GP in Monaco gleich, warum Lewis Hamilton nach der Zieldurchfahrt von einem der intensivsten Rennen seiner Karriere sprach: „Lewis war so nervös, weil es Max hinter ihm war. Da erhöht sich das Stresslevel deutlich mehr als bei jedem anderen Fahrer, weil man weiß, dass er es immer versuchen wird“, so Rosberg.
In der Tat liefert Verstappen am Sonntag in Monaco einen wilden Ritt ab: Erst kollidiert er nach einem Blitz-Stopp von Red Bull in der Boxengasse leicht mit Valtteri Bottas, dann jagt er den Führenden Hamilton um den Kurs - immer in dem Wissen, dass er sich für die Boxenaktion wegen des unsicheren Losfahrens eine Hypothek von fünf Strafsekunden eingefahren hat.
Hamilton
Hamilton kürzt ab, Verstappen steckt anschließend auf
„Mit der Strafe war es natürlich sehr schade“, sagt Verstappen im Ziel. „Wir waren vorne, aber dann haben wir uns natürlich berührt - vielleicht habe ich deshalb die Strafe bekommen", fügt der Holländer hinzu. Verständnis für die Entscheidung der Stewards hat er nicht wirklich: "Ich glaube, ich habe nichts falsch gemacht und das Team auch nicht.“
Doch die fünf Strafsekunden stehen anschließend schwarz auf weiß - und Verstappen sucht sein Heil entsprechend in der Flucht nach vorne. Im Duell mit Hamilton, dem er viele Runden lang im Getriebe hängt, kommt es in der Hafenschikane kurz vor Schluss dann zu Verstappens zweiter Berührung mit einem Silberpfeil an diesem Tag.
„Lewis' Reifen waren hinüber, also habe ich kontinuierlich den Druck erhöht und schließlich attackiert. Das Problem aus dem Tunnel heraus ist allerdings, dass man eigentlich kaum nah genug rankommt, um einen guten Versuch zu starten.“ Verstappen verbremst sich dann auch innen auf der letzten Rille, Hamilton sieht den Red Bull aber im Rückspiegel anrauschen, öffnet die Lenkung und kürzt die Schikane ab, um eine schlimmere Berührung zu vermeiden.
Somit muss Verstappen seine Hoffnungen, vor dem langsameren Mercedes doch noch den nötigen Vorsprung für seine Strafe rauszufahren, begraben - und damit auch den Traum vom Podest. Fazit Verstappen: „Trotzdem hat das Rennen heute sehr viel Spaß gemacht.“ Kein Wunder, bei so einem wilden Ritt durch Monte Carlo...
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Von

Frederik Hackbarth