Formel 1: Will Ferrari Vettel feuern?
Vettel wehrt sich gegen Ferrari-Kritik

Geht Vettel? Geht Arrivabene? In den italienischen Medien kursieren die wildesten Gerüchte zu Ferrari. Das sagen der Deutsche und sein Teamchef dazu:
- Frederik Hackbarth
- Bianca Garloff
Die letzten Wochen waren nicht leicht für Ferrari. "Wir hatten unsere Schwierigkeiten", gibt auch Sebastian Vettel in Austin zu. "Zuletzt waren die Ergebnisse und die Punkteausbeute nicht gut. Aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen", sagt Vettel - und demonstriert damit auch in stürmischen Zeiten Stärke.
Denn in Italien sind die Scuderia und ihr deutscher Star-Pilot durch die jüngste Ergebniskrise unter Beschuss geraten. Die Gazzetta dello Sport zieht sogar Vettels Ferrari-Zukunft nach 2019 in Zweifel, schreibt, der Deutsche wirke zunehmend "isoliert" in Maranello. Deshalb könnte sein eigentlich bis 2020 bestehender Vertrag dank gewisser Terminierungsklauseln vorzeitig aufgelöst werden.

Ferraris Resultate waren zuletzt nicht überzeugend
Arrivabene selbst betont am Freitag in Austin: "Ich habe schon, als es um die Fragen zu Juventus ging (es gab Gerüchte um einen Arrivabene-Wechsel zum Fußballklub; d. Red.), gesagt: Meine Zukunft ist bei Ferrari. Die letzte Entscheidung darüber liegt aber natürlich immer bei der obersten Führungsetage (Ferraris; d. Red.)."
Und auch Vettel bleibt trotz der Unruhe in den Medien gelassen. "Es ist normal, dass es immer kritische Stimmen gibt. Die Frage ist, worauf oder auf wen sie gerade abzielen", sagt der Deutsche. "Mit Sicherheit waren die Ergebnisse nicht so gut, wie wir uns gewünscht hätten. Es ist aber nicht richtig, von außen zu versuchen, alles zu verstehen. Das ist der Unterschied. Wichtig ist, was intern passiert." Und da stimmt es laut Vettel.

Das Bild trügt: Vettel versteckt sich nicht vor Kritik
Vettel glaubt: "Wir haben in den letzten Rennen verpasst, Schritte nach vorne zu machen. Es war deutlich, dass Mercedes da die Nase vorne hatte. Aber für uns zählt jetzt, zu verstehen, wieso das so war. Wir haben ein paar Ideen und Ansätze. Wichtig ist, in den nächsten Wochen noch zu zeigen, dass wir da auf richtigem Weg liegen. Auch für nächstes Jahr." Dann will Vettel wieder im WM-Kampf angreifen - und seine Kritiker Lügen strafen.
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