Formel 1: Wolff spricht über Katar-Crash
"Ich fand es allerdings erfreulich…"

In Katar sind beide Mercedes in Runde eins aneinander geraten. Jetzt meldet sich Toto Wolff zu Wort.
Bild: F1 / X
Den Mercedes-Crash in Runde eins des Großen Preises von Katar sah Teamchef Toto Wolff noch an seinem heimischen Kommandostand. Wegen einer Knie-OP musste der Österreicher pausieren und quasi aus dem Homeoffice mit ansehen, wie seine beiden Stars in Kurve eins kollidierten. Hamilton nahm hinterher zwar die Schuld auf sich, doch es wäre mehr als ein Vierter Platz durch George Russell drin gewesen.
Jetzt meldet sich der Teamchef vorm nächsten Rennen in Austin (Texas/USA) erstmals selbst zu Wort. „Katar war für uns ein typischer Fall von Was-hätte-sein-können“, sagt Wolff. „Du willst als Teamchef nie deine zwei Autos kollidieren sehen. Es war frustrierend, viele Punkte herzuschenken, in einem Rennen, in welchem wir guten Speed hatten.“

„Katar war für uns ein typischer Fall von Was-hätte-sein-können“, sagt Wolff.
Bild: Mercedes
Doch etwas Positives hat er denn doch ausgemacht. Nämlich die Handschlag zwischen seinen beiden Piloten nach dem Rennen: Da gab es versöhnliche Worte statt bösen Blutes. Wolff: „Ich fand es allerdings erfreulich, wie die Fahrer reagiert haben. Lewis und George sind sich dessen bewusst, dass zuerst Mercedes kommt, dann der Fahrer. Und sie würden das nie absichtlich aufs Spiel setzen. Wir werden aus dieser Situation etwas lernen.“
In Austin will Mercedes den nächsten Schritt zurück in Richtung Spitze machen. In der Konstrukteurs-WM liegt das Team mit Sitz in Brackley (GB) 28 Punkte vor Ferrari auf Platz zwei.
„Was das kommende GP-Wochenende von Austin angeht, so werden wir einen neuen Boden am Wagen haben“, verrät Wolff. „Es handelt sich um die letzte markante Veränderung am Fahrzeug. Das sollte das Auto ein wenig schneller machen, vor allem jedoch ein wichtiger Meilenstein sein auf dem Weg zum 2024er Fahrzeug vom Typ W15."
Das Ziel für die letzten vier Rennen 2023: „Wir wollen unseren zweiten Platz im Konstrukteurs-Pokal unbedingt halten. Dazu müssen wir gegen starke Konkurrenz unsere Leistung auf jeder Strecke optimieren.“
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