Formel 1: Zoff um Geldverteilung
Haas-Protest abgelehnt

Haas verlor zwar den Protest gegen Racing Point Force India, trotzdem war die Aktion ein Erfolg.
- Frederik Hackbarth
- Bianca Garloff
Der Protest des amerikanischen Haas-Teams gegen Racing Point Force India ist abgeschmettert worden, trotzdem war die Aktion ein Erfolg für die US-Amerikaner. Hintergrund: Durch die Übernahme des indisch-britischen Teams in der Sommerpause sieht Haas den Preis- und Antrittsgeld-Anspruch Force Indias als nicht gerechtfertigt an.
Die Haas-Argumentation: Gemäß den Übernahme-Modalitäten ist Racing Point Force India als Neueinsteiger zu bewerten. Ein Passus im Reglement besagt aber, dass alle Wettbewerber die geistigen Eigentümerrechte an ihrem Autodesign besitzen müssen. Der VJM11 wurde natürlich noch vom vorherigen Lizenznehmer, dem alten Force-India-Team, gebaut. Diesen Punkt nahm Haas als Grundlage, um einen Präzedenzfall zu schaffen.

Zoff zwischen Racing Point Force India und Haas
Schlecht für Rechteinhaber Liberty Media: Haas könnte nun im Umkehrschluss versuchen, das damals nicht ausgezahlte Geld rückwirkend für sich selbst einzuklagen. Teamchef Günther Steiner kündigt an: "Wir lassen uns offen, ob wir den Fall noch vor ein Zivilgericht bringen."
Steiner erklärte bereits zuvor: "Wir kamen in den Sport und haben unser Praktikum absolviert. Also suchen wir Gleichheit oder zumindest eine Erklärung, warum es nicht so ist." Aber: "Wir haben keine Antwort bekommen, und irgendwann musst du etwas tun."
Unmittelbar sportliche Auslöser hatte der Protest nicht, da Racing Point Force India den Amis in der Konstrukteurs-WM diese Saison nicht mehr gefährlich werden kann. Force India hat 42 Punkte Rückstand auf Haas, nachdem die Punkte aus der ersten Saisonhälfte bei der Übernahme gestrichen wurden.
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