Formel 3 EM: Schlägerei unter Fahrern
Force-India-Testfahrer rastet aus

Die Formel-3-Europameisterschaft ist für wilde Kämpfe auf der Strecke bekannt. In Budapest flogen nun aber auch in der Boxengasse die Fäuste.
- Michael Zeitler
Ein blaues Auge, Verletzungen am Kiefer, Nacken und an der Wange – das ist das Resultat der Prügelattacke von Nikita Mazepin auf Callum Ilott: Der Russe, Formel-1-Testfahrer bei Force India, fühlte sich von Ilott auf seiner schnellen Runde im Qualifying behindert. In der Boxengasse wollte er Ilott zur Rede stellen, rastete aus und schlug ihn mehrfach ins Gesicht.
Die Rennkommissare, unterstützt von Ex-F1-Pilot Emanuele Pirro, der auch schon 15 Mal Schiedsrichter in der Formel-1 war, sperrten Mazepin für das erste Rennen in Ungarn. Für Frits van Amersfoort, Teamchef von Ilott, eine viel zu milde Strafe: „Mein Fahrer wurde zwei Mal attackiert, zwei Mal. Sie wurden voneinander getrennt und er wurde trotzdem erneut attackiert.“

Sportlich war ein Deutscher der Mann des Wochenendes: Maximilian Günther sicherte sich in allen drei Rennen die Pole-Position. Im ersten Rennen wurde der Förderkandidat der Deutschen Post Speed Academy am Start überrumpelt, das zweite dominierte er, im dritten räumte ihn George Russell ab. Mit 70 Punkten führt Günther die Tabelle nach sechs Rennen an, vier Zähler vor seinem Prema-Power-Teamkollegen Lance Stroll, Testfahrer bei Williams in der Formel 1.
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