Formel 3: Glock über Schumacher
"Mick weiß, wann er bereit ist"

Mick Schumacher fährt mit der Formel 3 im Rahmen der DTM. Timo Glock verfolgt Micks Karriere mit großem Interesse. ABMS sprach mit dem DTM-Star.
Bild: Picture-Alliance
Die Formel-3-EM rast dieses Wochenende im Rahmen der DTM über den Norisring. Die Chance für die Stars von morgen, sich im Glanz der großen Namen von heute zu präsentieren. Besonders interessant: Mick Schumacher zeigt sich erstmals in seiner Rookie-Saison in der Formel 3 vor deutschem Publikum. Beim Sieg von Landsmann Maximilian Günther am Samstag schlug sich der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher achtbar, wurde Siebter. Dabei schaute auch Timo Glock ganz gespannt hin.
Der BMW-Star und ehemalige Formel-1-Pilot hat als Routinier natürlich ein Auge für das gewisse Etwas. Für Talent im Motorsport, für den besonderen Unterschied. Rund drei Jahre ist es her, dass Glock Mick Schumacher erstmals in Aktion sah. Im Kart war das, bei der EM in Kristianstad.

Schumacher gibt am Wochenende am Norisring Gas
Drei Jahre später ist Mick seinen Weg kontinuierlich weitergegangen, wohl überlegt und mit Bedacht organisiert. Erst vom Kart in die Formel 4, nach zwei Jahren weiter in die Formel 3. Mit Höhen, aber auch den üblichen Tiefen. Stets begleitet von einem großen Hype um seine Person, einem gewissen Druck, den der berühmte Name so mit sich bringt. Aber: "Das lässt er sich nicht anmerken. Gefühlt macht er sich gar keinen Druck. Der Hype ist groß, aber er gibt sich als Mick. Er verstellt sich nicht", so Glock, der den 18-Jährigen auch mit Tipps versorgt, wenn es sich ergibt. Und dessen Karriere durchaus weiter intensiv verfolgt.

Glock mit Micks Papa Michael zu guten alten F1-Zeiten
Nun durchlebt Schumacher aktuell ein für seine Entwicklung übliches Tal, kam nach einem starken Saisonstart in den vergangenen sechs Rennen nur auf sechs Punkte. Glocks Ratschlag, nicht nur für das Wochenende am Norisring: "Er muss es weiter geduldig angehen und einfach so weitermachen. Er muss jetzt einmal lernen und die Formel 3 verstehen und sich auf das zweite Jahr in der Formel 3 vorbereiten."
Denn: Natürlich ist Schumachers langfristiges Ziel die Formel 1, daraus hat er nie einen Hehl gemacht. Aber: "Jeder hat seine eigene Entwicklung, physisch und psychisch. Mick weiß selbst am besten, wann er bereit ist", so Glock, der klarstellte: "Nächstes Jahr wäre meiner Meinung nach viel zu früh, aber er kann sich die Zeit nehmen. Und Klassen wie die Formel 3 oder die Formel 2 sind für einen Rennfahrer extrem wichtig."
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