Mick Schumacher mit David Coulthard in Monaco

Formel 3: Schumachers Saisonbilanz

Deswegen blieb Klein-Schumi sieglos

Zum ersten Mal in seiner hat Mick Schumacher kein Rennen in seiner Rennserie gewonnen. Doch dafür gibt es plausible Gründe. Eine Saisonanalyse.
Null Punkte für Mick Schumacher (18) am Wochenende in Hockenheim. Mit dem schlechtesten Wochenende beendet der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher (48) seine Formel-3-Premierensaison. Bilanz: Gesamt-Zwölfter, ein dritter Platz in Monza, aber kein Sieg – zum ersten Mal seiner Laufbahn. Ist Schumi III eine Enttäuschung? Mitnichten. Das sind die fünf Gründe, wieso Mick Schumacher sieglos blieb.
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Erstens: Natürlich muss Schumi III auch fahrerisch nachlegen. Seine Schwäche ist und bleibt das Qualifying. Schon letztes Jahr sagte er zu SPORT BILD: „Da habe ich auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial.“ Und das ist auch 2017 so. Dafür überholt Mick Schumacher so gut und so viel wie kein Zweiter, machte in den Rennen die meisten Plätze gut. Sein Prema-Power-Teamchef René Rosin: „Mick muss noch viel lernen, ist aber auf einem guten Weg.“

Mick Schumacher blieb 2017 sieglos

Zweitens: Das Fahrerfeld ist 2018 extrem hoch. McLarens Supertalent Lando Norris als Meisterschaftsleader gilt als kommender Star der Formel 1. Im ganzen Formel-3-Feld sind neben Mick Schumacher nur vier weitere Neueinsteiger – darunter Norris, der aber 2016 schon in der britischen Formel 3 fuhr, also an PS starke Rennwagen gewöhnt ist.
Drittens: Mick Schumachers Prema-Power-Team wurde vor der Saison vom Reglement her ausgebremst. Die letzten fünf Jahre stellten die Italiener den Meister. Doch seit 2017 sind eigene Aerodynamik-Entwicklungen am 230 PS starken Dallara-Chassis untersagt, Windkanaltests wurden reduziert. Das hat Prema Power geschwächt und ihre Dominanz gebrochen. Erstmals seit 2010 stellt Prema Power nicht mehr den Formel-3-Meister.
Viertens: Mick Schumacher fährt mit einem Mercedes-Motor – und der ist inzwischen gegenüber Volkswagen im Rückstand. Eigentlich sind Weiterentwicklungen am Motor untersagt, aber am Ende der Saison 2016 durfte Volkswagen aus Zuverlässigkeitsgründen nachbessern. Seitdem sind VW-Fahrer vor allem auf schnellen Strecken im Vorteil.
Fünftens: Der Schumi-Sprössling bereitet sich langsam, dafür aber akribisch auf seine Zukunft im Profi-Rennsport vor. Er will nichts erzwingen, lässt sich Zeit – auch mit dem Siegen. Mercedes-Sportchef Toto Wolff fordert im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT: „Man muss Mick in Ruhe lassen. Er ist jung und hat diesen Namen, der so viel Druck macht.“

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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