Formel 3.5: Junior mit 52 Jahren
Der Nachwuchs-Opa Cipriani

Giuseppe Cipriani ist der älteste Nachwuchs-Fahrer der Welt: Mit 52 Jahren hat er noch ehrgeizige Ziele. Dabei war er schon Teamchef von Rubens Barrichello...
Bild: Picture-alliance
- Michael Zeitler
Die Formel 3.5 ist eine der spektakulärsten Nachwuchsserien überhaupt: Viel Abtrieb, 530 PS, kreischender V8-Lärm. Sebastian Vettel schaffte hieraus 2007 den Aufstieg in die Formel 1. Tabellenführer ist ein Rennwochenende vor Saisonende Pietro Fittipaldi, der Enkelsohn von Ex-Formel-1-Weltmeister Emerson Fittipaldi.
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Dabei ist Emerson Fittipaldi gerade Mal 18 Jahre älter als Giuseppe Cipriani – und der fährt in der Formel 3.5 in dieser Saison ebenfalls mit! Cipriani – der Nachwuchs-Opa mit 52 Jahren. Dass ihm pro Runde auf Fittipaldi mehr als drei Sekunden fehlen, stört ihn genauso wenig, wie die Tatsache, dass er mit Abstand Tabellen-Letzter ist. „Ich weiß, dass ich es nicht mehr in die Formel 1 schaffe, aber ich will einfach in der für mich bestmöglichen Rennserie fahren. Einer meiner Träume ist ein Start beim Indy 500.“
Vor drei Jahren hat Cipriani bereits für Dale Coyne einen IndyCar getestet. Ihm mangelt es weder an Ehrgeiz noch an Geld. Gemeinsam mit seinem Vater Arrigo führt er eine weltweite Luxushotel- und Restaurantkette. Jahrelang hielt ihn sein Beruf von den Rennstrecken fern.

Giuseppe Cipriani will mit 52 Jahren durchstarten
Andere in seinem Alter fahren zum Beispiel in der Boss-GP-Meisterschaft mit teilweise noch stärkeren Formel-Flitzern bis hin zu älteren Formel-1-Modellen. Cipriani: „Ich hab das 2015 für zwei Rennen auch ausprobiert. Aber das ist mir zu einfach. Da würde ich jedes Rennen gewinnen. Ich aber liebe die Herausforderung.“
Und so stellt er sich dem Kampf der Formel-1-Stars von morgen. In der Auto-GP fuhr er unter anderem schon gegen den heutigen Formel-1-Piloten Romain Grosjean. In Marrakesch 2014 stand er als Dritter sogar auf dem Podium – das Highlight seiner bisherigen Karriere.
„Die Formel 3.5 ist eine tolle Rennserie“, schwärmt er. „Du hast sehr viele Trainingssitzungen, die Rennen dauern 45 Minuten. Du kommst also viel zum Fahren. Dazu sind die Autos physisch sehr anstrengend zu fahren und richtig schnell.“ Um den Einsatz kümmert sich inzwischen sein wiedergeborenes Barone-Rampante-Team. Und so geht Ciprianis Traum vom Indy 500 weiter...
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