Formel 4: Kommentar zu Mick Schumacher
Titel verloren, aber Talent gezeigt

Mick Schumacher hat den Titel gegen Joey Mawson verloren. Aber viel wichtiger ist: Er hat 2016 gezeigt, dass er nicht nur einen großen Rennsportnamen hat.
Bild: Picture-alliance; ADAC
- Michael Zeitler
Joey Mawson und nicht Mick Schumacher heißt der Meister der ADAC Formel 4. Immerhin: In der italienischen Formel 4 kann Schumi III in Monza am letzten Oktober-Wochenende noch die Meisterschaft gewinnen.
Die Saison 2016 war aber nur auf dem ersten Blick eine Niederlage für Mick Schumacher. In Wahrheit hat er dieses Jahr gezeigt, dass er von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher nicht nur den Namen, sondern auch viel Talent geerbt hat.
Selbst Joey Mawson erkennt im Gespräch mit ABMS an: „Was er wirklich verdammt gut kann, ist Lücken zu sehen und zu nutzen.“ In Zahlen: Rund 100 Überholmanöver absolvierte Mick Schumacher 2016, alleine am Red Bull Ring waren es 34. Im Rennen der Entscheidung in Hockenheim legte er auch alles in die Waagschale und wurde von Platz 22 gestartet noch Sechster.

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Und drittens öffnet sich Mick Schumacher langsam seinen Fans. Er gibt erste Interviews, zeigt sich auf seiner Homepage, lernt auch die vielen Dinge, die ein Rennfahrer neben dem bloßen Fahren beherrschen muss.
Was halten wir nach der Saison 2016 fest? 25 Jahre nach dem Debüt des bis heute erfolgreichsten Rennfahrers aller Zeiten hat Mick Schumacher allen gezeigt: Wenn er so weitermacht, kann er es in die Formel 1 schaffen. Und das ist dann erst Recht wegen seines Namens und dem damit verbundenen Druck ein riesiger Erfolg!
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