Köhler

Formel 4: Leon Köhler

Kart-König im Formel-Sport

Im Kartsport gehörte Leon Köhler zum schnellen deutschen Nachwuchs. Jetzt greift der Bayer in der deutschen Formel 4 an
Vom Kart-König zum Formel-Flüsterer: Leon Köhler (19) ist amtierender Schaltkart-Europameister und Champion des ADAC Kart Masters. 2017 war der Bayer damit der beste deutsche Kartfahrer. Jetzt greift er ins Lenkrad eines 160 PS starken Formel-4-Renners (1,4-l-Vierzylinder-Einheitsturbomotor). 
Der Umstieg ist gewaltig. „Kart und Formel-Renner sind zwei komplett verschiedene Fahrzeuge“, erklärt Köhler. „Im Formel 4 sitzt man fest angeschnallt, im Kart konnte ich mich freier bewegen. Auch die Kurvengeschwindigkeiten sind viel höher als im Kart.“ Für die entscheidenden Zehntelsekunden paukt der Schüler der Deutsche Post Speed Academy am TV, schaut sich unter anderem Fahraufnahmen von Mick Schumacher (19) an. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher fuhr 2015 und 2016 in der Formel 4. Köhler: „Er kann aggressiv über Randsteine fahren, ohne das Heck zu verlieren. Das versuche ich mir abzuschauen.“ 

Köhler liegt auf Platz vier der Wertung für Neulinge

Gegen Micks Cousin David (16) kämpft Köhler um den Titel als bester Neuling. Die beiden Jungs kennen sich schon aus Kartzeiten. „David hat sich sehr gut entwickelt“, lobt Köhler. „Er fährt sehr schnell. Da muss ich versuchen dranzubleiben.“ 
Nach fünf Rennwochenenden liegt Köhler mit fünf Punkten auf Rang 19. In der sogenannten Rookie-Wertung der Neueinsteiger ist er vier Plätze hinter seinem Rivalen Schumi IV auf Rang sechs platziert. „Mein Ziel ist, jedes Rennen in die Top 10 zu fahren“, sagt Köhler. Inspiriert wurde er von der brasilianischen Formel-1-Legende Ayrton Senna (Weltmeister 1988, 1990, 1991). „Er ist ins Auto gestiegen, direkt ans Limit gegangen und kannte keine Grenzen. So lautet auch meine Devise“, erklärt der 19-Jährige, der 2018 zum ersten Mal Schüler der Speed Academy ist. Bis zu drei Jahre können Nachwuchsfahrer Teil des Förderprogramms sein.
Zwar ist er selbst noch auf dem Weg nach oben, aber schon jetzt will er sein Motorsportwissen an den Nachwuchs weitergeben. „Ich möchte mich für jüngere Fahrer einsetzen und ihnen Tipps mit auf den Weg geben.“ Dafür greift er ab und zu auch noch selbst noch ins Kart-Lenkrad. Damit auch sie es eines Tages in die Formel 4 schaffen. 

Autor: Alexander Warneke

Fotos: Leon Köhler/Facebook

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