Formel 4: Strafe für Schumacher
Platz zwei rettet den Sonntag

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Sieg, Frust und Versöhnung für Mick Schumacher in der Formel 4: Am Nürburgring erlebt der Deutsche alle Höhen und Tiefen des Rennfahrerlebens.
Bild: ADAC
Nach dem Frust über eine umstrittene Straffahrt konnte sich Mick Schumacher am Ende eines turbulenten Formel-4-Wochenendes auf dem Nürburgring wenigstens noch ein bisschen freuen. Der 17-Jährige rettete nach einer fulminanten Aufholjagd und dank seines Teamkollegen Juri Vips am Sonntagnachmittag noch Platz zwei. Nach dem Sieg am Samstag und dem bitteren 15. Platz am Sonntagmorgen infolge einer heißdiskutierten Sanktion wegen eines Überholmanövers konnte der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher seine Titelhoffnungen in der ADAC-Nachwuchsklasse doch noch wahren.

Schumacher mit Rivale Mawson am Nürburgring
Mit seinem zweiten Rang holte Schumacher wieder auf. Zuvor hatte er 64 Punkte hinter Kumpel Mawson gelegen. Der Titel schien da in seinem zweiten Formel-4-Jahr schon in weitere Ferne gerückt zu sein. Grund war eine Durchfahrtstrafe, die Mick Schumacher aufgebrummt bekommen hatte. Statt weiter um den Sieg zu fahren, fiel er im zweiten Rennen des Formel-4-Wochenendes in der Eifel aussichtslos zurück.
Onkel Ralf sauer auf Rennleitung
„Eine klare Fehlentscheidung der Rennleitung“, sagte Mick Schumachers Onkel Ralf, der selbst Teamchef in der Formel 4 ist, dem Sender Sport1. „Es ist schade, dass so ein tolles Rennen kaputt gemacht wurde“, meinte der ehemalige Formel-1-Pilot. Und auch Mawson räumte ein: „Die Entscheidung war hart. Es ist schade, dass es so ausgegangen ist, ich hatte mich auf einen echten Zweikampf gefreut.“

Ralf Schumacher war von der Strafe nicht begeistert
Als sinnvoll mit Blick auf die Meisterschaft erwies sich der Platztausch von Mick Schumacher und dessen Teamkollege Vips auf den Schlussmetern des letzten Rennens am Sonntag. Schumacher hatte sich von Startrang zehn aus nach vorn gearbeitet. Kurz vor der Zieldurchfahrt ging Vips vom Gas, Schumacher wurde als Zweiter hinter dem Österreicher Thomas Preining abgewunken. (fh/dpa)
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