Formel E: Illegaler Flügel bei Di Grassi
Berlin-Sieger disqualifiziert

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Das deutsche Abt-Team feiert seinen Formel-E-Sieger in Berlin. Der Brasilianer Di Grassi wird aber nachträglich disqualifiziert. Und ist stinksauer.
Bild: Picture-Alliance
Mehr als 20.000 Fans feierten bei der Formel-E-Premiere auf dem ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof und bejubelten den vermeintlichen Sieger vom deutschen Abt-Team. Zu früh gefreut: Stunden nach dem Rennen wurde der Brasilianer Lucas di Grassi disqualifiziert. Der Frontflügel seines vollelektrischen Rennwagens entsprach nicht dem Regelwerk, befanden die zuständigen Experten. „Wir sind sehr enttäuscht, dass Lucas' fantastische Leistung in Berlin nun nicht belohnt wird”, sagte Teamchef Hans-Jürgen Abt, dessen Sohn Daniel nach einem Verbremser in der ersten Runde bereits alle Hoffnungen auf einen Podestplatz oder gar deutschen Premierensieg in der ersten vollelektrischen Rennserie hatte begraben müssen.
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Wütender Tweet von Di Grassi

Durfte den Siegerpokal und seine Führung in der Meisterschaft nicht lange behalten: Lucas di Grassi
Di Grassi, der das Rennen nach einem frühen Überholmanöver gegen Pole-Mann Jarno Trulli nach Belieben beherrscht und mit mehr als sieben Sekunden Vorsprung nach 33 Runden gewonnen hatte, rutschte auf Rang drei ab (93). Entsprechend sauer war der Südamerikaner. „Keine Sorge, wir kommen zurück und treten Piquet und Buemi AUF DER STRECKE in den Hintern...”, twitterte der 30-Jährige. Allerdings fielen den Prüfern bei der Untersuchung des vermeintlichen Siegerautos nach dem Rennen drei Unregelmäßigkeiten am Frontflügel auf, dabei auch Metallstangen in der Verkleidung zur Verstärkung. Di Grassi befand, er sei wegen Nichtigkeiten disqualifiziert worden, die nichts mit der Leistung zu tun hätten.
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