Die Zeit läuft oft schneller, als uns lieb ist. Vor allem wenn's ums Auto geht. Wann war das gute Stück eigentlich das letzte Mal in der Werkstatt? Gut also, dass Serviceketten wie A.T.U günstige Frühjahrs-Inspektionen anbieten. Bei diesen Angeboten wird vorrangig nach Mängeln gesucht, die der Winter verursacht hat. Im Fokus der Werkstatt-Profis stehen unter anderem Bremsen, Beleuchtung, Keilriemen und Auspuffanlage. Auch ein Blick auf die bei Kälte besonders beanspruchte Autobatterie gehört dazu. Hier werden der Ladestand und die Pole auf Korrosion hin überprüft. Und das alles für 15 Euro. Euromaster und Reifen Helm bieten den Service sogar gratis an.
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Die billige Frühjahrs-Inspektion dient der Werkstatt als Türöffner

Kann das wirklich funktionieren? Denn die Werkstätten können mit dieser bis zu 30-minütigen Durchsicht nichts oder nur minimal Geld verdienen. Das Kalkül ist klar: Billig-Inspektionen sind Türöffner, um Schwachstellen und Defekte aufzudecken, von deren Behebung die Kfz-Betriebe dann später profitieren wollen. Was grundsätzlich nichts Verwerfliches ist. So haben Testkunden von BILD in einer A.T.U-Filiale stichprobenartig eine Mini-Inspektion für 15 Euro ausprobiert. Erfreuliches Ergebnis: Die Tester erhielten nützliche Ratschläge, Reparaturen wurden ihnen nicht aufgeschwatzt. Der Kurzcheck enthielt sogar kleinere Arbeiten wie die Korrektur der Scheinwerfereinstellung und eine Reinigung der Frontscheibe.

Eine Vorabrecherche schützt vor Abzocke

Trotzdem ist Vorsicht geboten. Der TÜV-Verband (VdTÜV) empfiehlt bei günstigen Angeboten eine Vorabrecherche, weil es große Unterschiede bei Leistungen und Zusatzkosten geben kann. Schnelltests in der Werkstatt sollten auf jeden Fall ein nachvollziehbares Prüfprotokoll beinhalten. Bieten die Mechaniker während des Checks zusätzliche Reparaturen an, sollten Kunden sich einen Kostenvoranschlag geben lassen und diesen mit anderen Anbietern vergleichen. "Die Entscheidung, ob entdeckte Mängel gleich vor Ort behoben werden oder der Kunde in Ruhe Preise vergleichen kann, muss unbedingt seine Sache bleiben", sagt Richard Goebelt, Leiter des Geschäftsbereiches Fahrzeug und Mobilität beim VdTÜV. Ausnahme: "Ist ein entdeckter Mangel so akut, dass Gefahr für die Verkehrssicherheit droht, sollte die Reparatur unbedingt an Ort und Stelle beauftragt werden."

Fazit

von

Christian Bruns
Bei den Billig- Checks prüfen Experten mit geschultem Blick, was der Laie nicht sieht. Damit sind die Mini-Inspektionen für alle Autobesitzer eine günstige Hilfe, die keinen Kfz-Mechaniker in der Familie haben. Wer Wert auf eine neutrale, unabhängige Fahrzeugbewertung legt oder Zweifel hat, sollte aber Prüfstellen von TÜV, DEKRA und GTÜ aufsuchen.