(dpa/AUTO BILD/KI) Die Unionsfraktion setzt sich für Reformen in der Fahrausbildung und bei Führerscheinprüfungen ein, um einem weiteren Anstieg der Kosten entgegenzuwirken. Laut dem CDU-Verkehrspolitiker Florian Müller stellt die Finanzierung des Führerscheins insbesondere für junge Menschen eine zunehmend größere Hürde dar. Zudem herrsche bundesweit ein Mangel an Prüfungsterminen. Diese Problematik sollte am Donnerstagabend im Bundestag diskutiert werden.
Ein vorgebrachter Antrag der CDU/CSU-Fraktion enthält Vorschläge für Veränderungen, die unter anderem den verstärkten Einsatz von Fahrsimulatoren in der Ausbildung und eine Ausweitung digitaler Lehrmethoden im Theorieunterricht umfassen. Des Weiteren wird die Öffnung des Marktes für Prüfungsleistungen für Anbieter jenseits von TÜV und DEKRA angeregt.
Thomas Bareiß, der verkehrspolitische Sprecher der Union, äußerte, dass der Erwerb eines Führerscheins nicht zu einem Luxusgut werden dürfe. Er verwies auf die Kostenunterschiede zwischen Deutschland und Österreich, wo die Preise für einen Führerschein zwischen 1.400 und 2.000 Euro liegen, im Gegensatz zu Deutschland, wo die Kosten bis zu 4.500 Euro betragen können. Bareiß kritisierte zudem die langen Wartezeiten auf Prüftermine, die in einigen Bundesländern über ein Jahr betragen können.
Ein zusätzliches Ziel der Union ist es laut Müller, die Durchfallquote bei den Prüfungen zu senken, damit mehr Fahrschüler diese beim ersten Versuch bestehen.