Gas – da schwingen schnell Vergiftungs- und Explosionsgefahr mit. Und so etwas fährt in nahezu jedem Wohnmobil! Aber keine Sorge, die Technik ist sicher. Hier alle Tipps zum Umgang mit der populärsten Wärmequelle beim Camping.
Wie sicher ist Gas an Bord? So sicher (oder unsicher) wie jeder andere Treibstoff. Propangas ist schwerer als Luft, sammelt sich unverbrannt also am Boden. Problematisch wird es erst, wenn Unkundige an der Anlage fummeln, geprüfte Gasschläuche durch Ungeeignetes ersetzen oder Abgasöffnungen der Heizung oder Zwangsentlüftungen verstopfen. Nicht zuletzt deshalb muss die Gasanlage regelmäßig überprüft werden.
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Wie oft ist die Gasprüfung erforderlich, und wer darf sie durchführen? Alle zwei Jahre von geschulten Sachverständigen der einschlägigen Prüfvereine wie TÜV und Co, außerdem nach jeder Änderung. Am zweckmäßigsten führt man sie zusammen mit der HU durch. Aber vorher anmelden, nicht jeder Fahrzeugprüfer ist auch ein Gasprüfer. Und: Eine korrekte Gasprüfung dauert mindestens eine halbe Stunde. Wenn der Prüfer schon nach fünf Minuten fertig ist, reklamieren Sie bitte! Denn Sie zahlen die rund 35 Euro für Ihre Sicherheit, nicht nur für die Plakette.
Worauf ist bei der Gasanlage noch zu achten? Schläuche und Druckminderer haben ein aufgedrucktes Datum, müssen nach zehn Jahren ersetzt werden. Und Gasflaschen müssen alle zehn Jahre zur Druckprobe. Bei Pfandflaschen erledigt die der Gasversorger.
Gibt es Alternativen zu Gasflaschen? Es gibt Tanks zum Festeinbau, Kosten um 1000 Euro. Vorteil neben der größeren Kapazität: Sie lassen sich auch an Autogas-Tankstellen (LPG) befüllen. Bei Einzelflaschen ist dies nicht zulässig. Daneben besteht die Möglichkeit, mit Kraftstoff aus dem Fahrzeugtank zu heizen. Allerdings sind solche Heizungen rund doppelt so teuer wie eine Gasheizung – und kochen lässt sich damit nicht. Außerdem kostet Dieselwärme kaum weniger, man spart nur etwa einen Cent pro Kilowattstunde.

Fazit

Angst vor Gas ist unbegründet, Kontrolle aber wichtig. Deshalb ist die vorgeschriebene Gasprüfung keine Schikane, sondern dient der Sicherheit. Das größte Risiko bleiben verbotene Bastelarbeiten an der Gasanlage.