Lust auf Fernost? Wem koreanische Autos zu gleichförmig und chinesische Hersteller zu undemokratisch sind, sollte sich mal wieder näher mit den Japanern beschäftigen. Die liefern seit Jahren nicht nur besonders haltbare Ware ab – siehe TÜV-Report –, sondern haben einige technische Schmankerl im Programm, die es sonst nirgendwo gibt.
Dabei ist die Firmenpolitik der japanischen Marken oft eher konservativ und auf Weitsicht ausgerichtet. Toyota verkaufte mit diesem Kurs im vergangenen Jahr 11,3 Millionen Fahrzeuge (plus 4,6 Prozent) und wurde erneut weltgrößter Autohersteller.

In Deutschland unter Wert verkauft

So gesehen ist auf dem deutschen Markt Luft nach oben. Toyota kam bei den Neuzulassungen 2025 auf einem Marktanteil von gerade mal 3,1 Prozent, Mazda auf 1,4, Nissan auf 1,1. Entsprechend rar machen sich Japaner auf dem Gebrauchtmarkt. Bei mobile.de sind rund 81.000 im Alter von bis zu fünf Jahren gelistet. Positiv formuliert: Japanische Modelle versprechen eine gewisse Exklusivität.
Gebrauchte aus Japan unterschätzt
Mazda CX-60 3.3 e-Skyactiv D 254 Homura.
Bild: Mazda
Der Mazda CX-60 ist ein 4,75 m langes Voll-SUV mit Premiumanspruch. Im e-Skyactiv D 254 werkelt ein Reihensechszylinder-Diesel mit 3,3 Liter Hubraum (!), 254 PS und 550 Nm. Ziemlich einmalig.
Immer noch sehr gefragt ist der Honda Jazz. Inzwischen läuft Generation 5 vom Band, Hybrid ist Serie. Top-Noten beim TÜV und beste Variabilität zeichnen den japanischen Kleinwagen aus.
Der Kleinwagen-Klassiker Suzuki Swift kam 2024 komplett neu. Die Allrad-Option ist eine Besonderheit in dieser Klasse. Hohe Restwertprognose laut Schwacke.
Gebrauchte aus Japan unterschätzt
Toyota Prius Executive.
Bild: Olaf Itrich
Wer einen Plug-in-Hybrid sucht, der auch im Verbrennerbetrieb effizient arbeitet, kommt am Toyota Prius nicht vorbei. Stabile Technik, aber auch hohe Preise.
Der Subaru Outback mag altbacken wirken – allradtechnisch zieht er an vielen Mitbewerbern vorbei. Dazu gibt es Boxermotoren und reichlich Raum auf Reisen.

So verteilt sich das Angebot

Von den rund 1,2 Millionen bei mobile.de gelisteten Autos im Alter von bis zu fünf Jahren sind etwa 81.000 japanischer Herkunft. Mehr als zwei Drittel des Angebots entfällt dabei auf die großen drei Toyota, Nissan und Mazda.