Gebrauchtwagen-Angebot: Mercedes 300 SL Roadster
Seltener Flügeltürer-Nachfolger zum stolzen Preis

Dieser Mercedes ist teurer als viele Luxus-Villen: Ein komplett restaurierter 300 SL Roadster aus dem Jahr 1960 steht jetzt im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt zum Verkauf.
Bild: Wallner Classic GmbH
Traumwagen der 50er und 60er: Dieser komplett restaurierte 300 SL sucht im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt einen neuen Besitzer.
Der Mercedes-Benz 300 SL Roadster gehört zu den wertvollsten und begehrtesten Klassikern der Welt. Jetzt steht in Anzing bei München ein besonders exklusives Exemplar zum Verkauf – für stolze 1,38 Millionen Euro.
Dabei handelt es sich nicht um irgendeinen alten Mercedes. Der Roadster aus dem Jahr 1960 wurde aufwendig von den Spezialisten von HK Engineering restauriert – und laut Inserat praktisch in den Neuzustand zurückversetzt. Laut Inserat bescheinigt ein TÜV-Süd-Gutachten dem Wagen die Zustandsnote 1.
Mercedes 300 SL Roadster: der offene Bruder des Flügeltürers
Der 300 SL Roadster war der Nachfolger des legendären Flügeltürers. Technisch basierte er ebenfalls auf dem berühmten W 198, verzichtete aber auf die spektakulären Flügeltüren zugunsten eines klassischen Stoffverdecks. Dafür bekam der offene SL unter anderem komfortablere Einstiege und später sogar Scheibenbremsen.
Genau so ein spätes Modell steht jetzt zum Verkauf. Unter der langen Haube arbeitet der bekannte Dreiliter-Reihensechszylinder mit 215 PS. Besonderheit bei diesem Fahrzeug: Der Alumotor wurde komplett neu aufgebaut und zusätzlich von HK Engineering optimiert. Geschaltet wird klassisch per Hand.
Restaurierung über mehrere Jahre
Die Geschichte des Autos klingt fast wie ein Film. Ursprünglich wurde der Wagen 1960 in die Schweiz ausgeliefert. Der erste Besitzer wohnte laut Unterlagen sogar dauerhaft in einem Hotel in Dietikon.
1971 erlitt der Mercedes in Frankreich einen Frontschaden. Später stand der Roadster offenbar viele Jahre zerlegt im Freien, Teile der Karosserie wurden sogar gestohlen. Erst HK Engineering rettete das Auto ab 2017 und begann eine komplette Restaurierung.
Das Ziel: möglichst nah an den Originalzustand zurückzukehren. Laut Händler dauerte die Vollrestaurierung bis 2019. Heute präsentiert sich der Roadster wieder in "Mittelblaumetallic" mit cremefarbenem Lederinterieur und blauem Verdeck.
Besonders spannend für Sammler: Der Mercedes verfügt über Scheibenbremsen, Weißwandreifen und sogar ein passendes Kofferset. Genau solche Details treiben den Wert bei Top-Klassikern oft noch einmal deutlich nach oben.
Mit nur rund 11.500 Kilometern auf dem Tacho wirkt der offene SL heute fast wie ein Museumsstück.
Was kostete der 300 SL damals?
Besonders verrückt wird der Blick auf die Preisentwicklung. Anfang der 60er-Jahre kostete ein Mercedes 300 SL Roadster in Deutschland ungefähr 32.000 Mark; damals bereits astronomisch teuer und deutlich kostspieliger als viele Einfamilienhäuser.
Heute verlangt der Händler 1,38 Millionen Euro für den restaurierten Klassiker. Damit hat sich der Wert des offenen SL über die Jahrzehnte vervielfacht. Kein Wunder: Der W 198 gilt längst als eine der größten Ikonen der Automobilgeschichte.
Probleme im klassischen Sinne spielen bei solchen Fahrzeugen kaum noch eine Rolle. Viel wichtiger sind Originalität, Restaurierungsqualität und Historie. Genau dort wird es allerdings schnell extrem teuer. Ersatzteile, Spezialisten und Wartungskosten bewegen sich bei einem 300 SL auf absolutem Sammler-Niveau.
Wer bei solchen Millionen-Klassikern Zweifel hat, sollte vor einem Kauf unbedingt Fahrgestellnummer, Matching Numbers, Restaurierungsdokumentation und Historie prüfen lassen. Laut Inserat handelt es sich hier allerdings um einen echten Mercedes 300 SL Roadster der Baureihe W198 – restauriert von den renommierten Spezialisten von HK Engineering und inklusive nachvollziehbarer Schweizer Historie.
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