Gebrauchtwagen: Audi S4, C 32 AMG und BMW M3
Gebrauchte Sportler in der Mittelklasse

- Frank Wiesmann
Sein metallisches Sägen, sein hochdrehzahlgeneriertes Kreischen, gemischt mit sonorem Reihensechser-Sound – Fans bekommen heute noch eine Gänsehaut davon. Der BMW M3 der Generation E46 war eine Ikone seiner Zeit. Beim Debüt im Jahre 2000 musste einem das akustische Spektakel mindestens 100.000 D-Mark wert sein, 2003 kostete das Coupé bereits 54.500 Euro – ohne Extras. Heute notieren die günstigsten Exemplare in den einschlägig bekannten Gebrauchtwagenbörsen schon für etwa 10.000 bis 11.000 Euro.

Der S54-Motor des BMW M3 steht mehr auf Drehzahlen als auf Durchzug bei niedrigen Touren.
Bild: Werk
Mercedes kontert mit einem Kompressor-V6 und 354 PS

Während der M3 nur als Coupé und Cabrio vom Band lief, gab es den Mercedes C 32 AMG auch als Kombi.
Bild: Lena Barthelmeß
Im mittleren Drehzahlbereich tritt der aufgeladene Mercedes-V6 dank 450 Newtonmeter Drehmoment deutlich fetter an als das Aggregat im M3. Sollte es mal an Durchzug mangeln, kann die Pumpe des Niedertemperaturkreislaufs defekt sein. Besonders ein anschwellender Leistungsverlust bei wiederholten Zwischenspurts verrät diesen Fehler. "Dieser tritt jedoch selten auf, der Motor ist sehr zuverlässig", berichtet Reiner Kohl, Servicekoordinator bei der Mercedes-Benz-Niederlassung Nürnberg. "Ganz selten gibt es mal einen Kompressorschaden, meist ist es die Magnetkupplung. Die Traggelenke sind sogar haltbarer als die normaler C-Klassen, da sie aufgrund von Gewicht und Leistung verstärkt sind. Lediglich die Motorlager werden gelegentlich fällig", erklärt der Spezialist weiter.
Audi setzt beim S4 auf acht Zylinder und 4,2 Liter Hubraum

Ausreißer: Der Audi S4 auf B6-Basis trat mit einem gesittet blubbernden 4,2-Liter-V8-Sauger an.
Bild: Sven Krieger
Service-Links





























