Gebrauchtwagen bis 5000 Euro: Empfehlungen
Für jeden Geschmack: Top-Gebrauchte für 5000 Euro

Um 5000 Euro gibt es eine enorme Vielfalt guter Gebrauchtwagen. AUTO BILD zeigt 15 spannende Modelle und benennt die Stärken und Schwächen der Kandidaten.
Bild: Werk
Gute Qualität und interessante Konzepte müssen gebraucht kein Vermögen kosten. Um 5000 Euro gibt es am Gebrauchtmarkt Exoten, Mauerblümchen und gealterte Dauerläufer, die je nach Verwendungszweck als kluger Kauf durchgehen. Zwar macht man bei Abgasnorm und Sicherheitsausstattung leichte Abstriche, und auch die Laufleistungen sind in der Regel klar sechsstellig. Dafür reicht das Spektrum von charmanten Kleinst- und Kleinwagen über vergessene Kompakte und Mittelklässler bis zu smarten Mini-Vans und Hochdachlimousinen. Sie wünschen mehr Fahrspaß? Auch ein Roadster oder eine Limousine der Oberen Mittelklasse wären im Budget. Wichtig ist jedoch bei allen, dass Historie und TÜV-Gültigkeit stimmen.
Toyota Auris: der japanische Golf
- Bauzeitraum: 2007 bis 2019
- Leistung: 90 bis 177 PS
- Gebraucht-Preise: ab ca. 3000 Euro
Als Inbegriff des bezahlbaren Qualitätsautos schrieb der Toyota Corolla Geschichte. Der Auris E150 beerbte den Corolla E12 und war bewusst auf europäische Kompaktwagen-Bedürfnisse zugeschnitten. Sein Name leitet sich vom lateinischen Aurum (Gold) ab. Ganz so teuer sind gebrauchte Exemplare hierzulande zum Glück nicht, aber besonders im Export ist die von 2007 bis 2013 angebotene erste Generation nach wie vor stark nachgefragt.

Toyota Auris: Die japanische Antwort auf den VW Golf wurde in England, der Türkei und Japan gefertigt.
Bild: Sven Krieger
Neben standfesten VVT-i-Benzinern (99 bis 147 PS) gibt es die nicht ganz so soliden D-4D-Diesel (90 bis 177 PS) und einen erstaunlich effizienten Hybrid (99-PS-Benziner plus 82-PS-E-Motor), der sich problemlos mit weniger als fünf Litern bewegen lässt.
Schwachstellen: Häufige Kritikpunkte sind die eher hakelige Schaltung, Probleme mit verschlissenen Kupplungen, Poltern aus dem Fahrwerk durch verschlissene Lager und Rostansätze. Der Innenraum wirkt sauber verarbeitet, in der Materialauswahl aber recht preisbewusst. Die Motoren funktionieren meist enorm lange ohne Sorgen, ohne Wartungsnachweise ist aber auch ein Auris-Kauf ein Risikovorhaben.
Opel Adam: der Stadtfloh
- Bauzeitraum: 2012 bis 2019
- Leistung: 70 bis 150 PS
- Gebraucht-Preise: ab ca. 4000 Euro
Als Rüsselsheimer Mini sollte der Adam ab 2012 die Kundschaft begeistern. Der Kleinwagen ist kleiner, aber feiner und charismatischer als sein großer Bruder Corsa. Interieurqualität, Farbvielfalt und Optionsliste zeugen vom Ehrgeiz der Produktplaner.

Mit 70 bis 150 PS deckt der kleine Adam eine stattliche Bandbreite von Vernunft bis Sport und Spaß ab.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Schwachstellen: Technisch gibt es inzwischen mehrere Altersgebrechen. Thermostat, Wasserpumpe, Zündspulen und Motorsensorik schwächeln häufiger. Beim 1.4 Turbo darf die Steuerkette nicht rasseln. Fahrwerk und Lenkung sind solide, viele Adam wurden als Stadtauto genutzt und schlecht gewartet. Elektrik komplett prüfen (Infotainment, Fensterheber, Klima). Kauf nur mit Wartungshistorie!
Seat Exeo: Gene vom Audi A4
- Bauzeitraum: 2008 bis 2013
- Leistung: 102 bis 211 PS
- Gebraucht-Preise: ab ca. 3800 Euro
Als Audi A4 mit spanischem Akzent erbte der Exeo Limousinen- und Kombi-Karosserien sowie die Technik des 2007 ausgelaufenen Ingolstädters. Front und Heck wurden dem Seat-Marken-Look angepasst, doch die hohe Qualität (zu deutlich nahbareren Preisen) blieb ein echtes Kaufargument.

Gemessen am damaligen Anspruch der Marke wirkte der Exeo auch in Details sehr edel.
Bild: Sven Krieger
Heute ist der Mittelklässler ob seiner feinen Abstimmung ein Geheimtipp. Neben Euro-5-Motoren gab es zusätzlich das Cockpit des Audi-Cabrios sowie verblüffend feine Innenräume. Zahnriemenwechsel-Nachweis, Wasserabläufe (Feuchtigkeit im Innenraum) und beim robusten TDI DPF und AGR prüfen. Elektrik insgesamt stabil.
Schwachstellen: Fahrwerkslager können bei höheren Laufleistungen fällig sein.
Skoda Citigo: Zwilling des VW Up
- Bauzeitraum: 2011 bis 2020
- Leistung: 60 bis 83 PS
- Gebraucht-Preise: ab ca. 2900 Euro
Das kleine Cleverchen ist der oft unbeachtete Zwillingsbruder des VW Up – und günstiger zu finden. Wahlweise als Drei- oder Fünftürer, mit Benzin-, Erdgas- und Elektroantrieb. Um 5000 Euro ist der Citigo eines der cleversten Stadtautos: Er ist übersichtlich, sparsam und erstaunlich erwachsen. Die Technik ist simpel, das macht ihn haltbar.

Zwischen 2011und 2021 wurde der Citigo in Deutschland neu angeboten.
Bild: Roman Raetzke
Schwachstellen: Häufiger nerven die hakelige Schaltung, Bremsenverschleiß, gelegentliche Elektrik-Mätzchen. Die Motoren (1.0 MPI) sind robust, solange die Wartungshistorie passt. Unbeliebt ist der CNG-Antrieb. Je nach Vornutzung sind die Innenräume oft stark abgenutzt – viele Citigo waren Stadtautos. Tipp: besser wenig Ausstattung, dafür eine saubere Historie.
Volvo C30: coole Details
- Bauzeitraum: 2006 bis 2012
- Leistung: 100 bis 230 PS
- Gebraucht-Preise: ab ca. 4700 Euro
Das Designerstück in der Kompaktklasse setzt auf schwedischen Look und Ergonomie, gepaart mit vom Ford Focus bekannten Plattformkomponenten. Das Platzangebot ist vorne gut, hinten jedoch arg bescheiden. Der C30 lebt von coolen Details wie seinem wertig gestalteten Innenraum mit schwebender Mittelkonsole und gläserner Heckklappe wie beim berühmten Schneewittchensarg 1800 ES.

Von 2006 bis 2012 lief der C30 im belgischen Werk Gent vom Band. 2009 gab es ein zeitgeistiges Facelift.
Bild: Thomas Ruddies
Motorisch gibt es Diesel und Benziner von brav bis bolidig. Günstig sind typischerweise die 1600er-Benziner, richtig Laune machen die aus den großen Volvo-Baureihen bekannten, selteneren Fünfzylinder-Turbos.
Schwachstellen: Probleme machen Wassereinbrüche, Motorlager, Fahrwerksbuchsen, bei Dieseln Injektoren, Turbo und AGR-System.
Honda Jazz III: zwischen Kleinwagen und Mikrovan
- Bauzeitraum: 2008 – 2015
- Leistung: 90 bis 105 PS
- Gebraucht-Preise: ab ca. 2700 Euro
Sauber konstruiert und mit viel Platz an Bord, ist der Honda Jazz ein Typ, der gebraucht eine Empfehlung verdient. Auf nur 3,90 Meter Außenlänge punktet der hierzulande relativ seltene Japaner in der von 2008 bis 2015 angebotenen dritten Generation mit enormem Nutzwert und beeindruckender Qualität.

Bild: Angelika Emmerling
Zwar sehen weder Interieur noch Exterieur nach Premiumqualität aus, doch Verarbeitung und Haltbarkeit sind vorbildlich. Sämtliche Antriebe sind pure Vernunft: Die 90 bis 100 PS starken Motoren (Benzin- und Hybrid-Versionen) sind, solange sie frisches Öl bekommen, ehrliche Dauerläufer, wer nicht schalten möchte, der kann ein CVT-Automatikgetriebe wählen.
Schwachstellen: Leicht auffällig sind lediglich Bremsscheiben und -leitungen.
Ford C-Max II (ab 2015): der Praktiker
- Bauzeitraum: 2015 bis 2019
- Leistung: 85 bis 182 PS
- Gebraucht-Preise: ab 4900 Euro
Im Fokus haben das Van-Derivat von Ford in der Kompaktklasse nur wenige Kunden. Dabei hat der C-Max II als Facelift mit reichlich Raum, zwei Türkonzepten, knackiger Fahrwerksabstimmung und Aston-Martin-ähnlichem Frontgrill durchaus Charme. Das Modell rechnet sich besonders gebraucht für preissensible Familien, die nach einem nicht allzu alten Raumriesen suchen.

Bild: Werk
Schwachstellen: Die Elektrik zickt häufiger (Parkbremse, Sensoren, Wischer), zum Teil leere Batterien. Kräftig, aber sensibel sind die EcoBoost-Motoren. Die Zahnriemen sind ölsensibel, teilweise verstopfen die Ölpumpensiebe, was zu Motorschäden führen kann. Das Fahrwerk ist wenig robust, viele C-Max wurden als Familien- oder Firmenwagen hart rangenommen.
VW Caddy III: starkes Ladevolumen
- Bauzeitraum: 2003 bis 2015
- Leistung: 69 bis 170 PS
- Gebraucht-Preise: ab 2500 Euro
Als Laderiese mit fühlbaren Golf-Genen ist die dritte Generation des Caddy noch immer gefragt bei Familien, Sportlern und Gewerbetreibenden. Die große Preisspanne des Hochdachkombis erklärt sich durch stark schwankende Erhaltungszustände. Im 5000-Euro-Budget ist nur die kurze Version ohne 4Motion-Allrad planbar. Empfehlenswert sind die effizienten und langlebigen Dieselmotoren mit 70 bis 170 PS, unbeliebt die LPG- und CNG-Versionen.

Bild: Christian Bittmann
Schwachstellen: Typische Defekte sind verschlissene Fahrwerke, Schiebetürprobleme, Korrosion und verschlissene Innenräume. Häufig sind auch Probleme mit der Komfortelektronik, Motorsensorik, dem Kühlsystem (Lecks) sowie Wasserpumpen und Zahnriemen.
Suzuki Jimny I: ehrliches Arbeitstier
- Bauzeitraum: 1998 bis 2013
- Leistung: 65 bis 86 PS
- Gebraucht-Preise: ab ca. 4300 Euro
Im Unterholz spielt der kleine Suzuki Jimny groß auf. Als Vertreter der leider inzwischen ausgestorbenen Gattung "kleiner Geländewagen" punktet er mit rustikal-robuster Technik vornehmlich bei Jägern, Reitern und Bauern. Normalen Kriterien wie Fahrdynamik und Verbrauch entzieht er sich durch reichlich Charme und Traktion.

Bild: Sven Krieger
Schwachstellen: Kritisch sind Rahmen und Unterboden. Gründlich prüfen, am besten auf der Bühne, sollte man daher die Substanz. Außerdem: Die Vorderachse (King Pins und Radlager) verschleißt oft, die Lenkung hat häufig Spiel. Die kleinen Motoren sind zäh, aber nicht unzerstörbar. Wenn sie überhitzen, sind kapitale Schäden möglich.
BMW 5er E39: tolle Qualitätsanmutung
- Bauzeitraum: 1995 bis 2004
- Leistung: 143 bis 400 PS
- Gebraucht-Preise: ab ca. 2400 Euro
Berufsdynamiker buchten den 5er der BMW-Baureihe E39 einst zuverlässig als feinen Dienstwagen. Seidige und zugleich langlebige Sechszylinder, tolle Qualitätsanmutung, ein fein abgestimmtes Fahrwerk und Variantenvielfalt sind heute gute Gründe, um sich für den noch immer voll alltagstauglichen Youngtimer zu begeistern.

Bild: Dieter Rebmann
Der praktische Kombi (Touring) ist spürbar teurer als die Limousine. Zusätzlich preistreibend ist das M-Technik-Paket im M5-Stil. Bereits mit einem 523i fühlt man sich gediegen motorisiert, der 530i ist noch heute richtig flott. Die Diesel leiden heute unter ihren veralteten Abgasnormen. Solvent sein sollte man für gute V8- und M5-Modelle.
Schwachstellen: Typische Themen sind lückenhafte Wartungshistorien und Tuningsünden, Probleme mit dem Kühlsystem, Ölverlust, verschlissene Fahrwerksbuchsen, Ausfälle der Komfort-Elektrik sowie Rost an Kanten und Schwellern.
BMW 5er E60: für Globetrotter
- Bauzeitraum: 2003 bis 2010
- Leistung: 150 bis 507 PS
- Gebraucht-Preise: ab 4500 Euro
Ähnlich wie der Spiegelei-911er, der zwischen 1998 und 2005 gebaute Porsche 996, spaltet auch die 5er-Baureihe E60 die Gemüter der Marken-Fans. Für das progressive Design wird oft Chris Bangle verantwortlich gemacht, doch der zeichnete den Entwurf des im Designer-Team überaus beliebten Davide Arcangeli lediglich ab. Der italienische Jung-Designer, der von Pininfarina zu BMW gekommen war, erkrankte zum Ende seiner Arbeit an Leukämie und starb, noch bevor er sein Werk auf der Straße bewundern konnte. Im Andenken an den verstorbenen Mitarbeiter brachte Bangle den E60 exakt so, wie Arcangeli ihn gezeichnet hatte, in die Serie.

Bild: Wolfgang Groeger-Meier
Nicht nur der optische Cut zum harmonisch gestalteten Vorgänger E39 ist heftig, auch technisch wurde der E60 radikal modernisiert. Neu waren iDrive, Allrad-Versionen und Turbobenziner. Dazu ein Hochdrehzahl-V10 für den M5 – der E60 ist in jeder Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung in der inzwischen über 50-jährigen Geschichte der Baureihe. Und ein verkanntes Talent, weswegen man tatsächlich für 5000 Euro Modelle mit gültiger HU und unter 200.000 Kilometern Laufleistung findet. Wir empfehlen einen 218 PS starken 525i. Der fein säuselnde Reihensechser lässt sich einigermaßen wirtschaftlich fahren und legte meist viel weniger Kilometer als die Vier- und Sechszylinder-Diesel zurück.
Schwachstellen: Steuerketten, Vanos und auch die Valvetronic (etwa beim N52) sind teure Baustellen. Neben den Antrieben ist auch die Infotainment- und Komfort-Elektronik extrem komplex. Hallo, Rost: Bei älteren E60 lohnt ein Blick auf Bremsleitungen und das Blech um die Hinterachsaufnahmen.
Mazda MX-5 (NB): gekonnt puristisch
- Bauzeitraum: 1998 bis 2005
- Leistung: 110 bis 146 PS
- Gebraucht-Preise: ab ca. 3900 Euro Euro
Offener, ehrlicher und zugleich bezahlbarer als der Mazda MX-5 (NB) fährt kein anderer Roadster der Nullerjahre. Der von 1998 bis 2005 gebaute zweisitzige Nippon-Roadster mit dem genial einfachen Stoffklappverdeck ist gekonnt puristisch gestylt und hat ein knackiges Fahrwerk, das an ein Gokart erinnert. Im Alltag mit ihm braucht es weder großen Motoren (110 bis 146 PS) noch besondere Extras oder fundierte Selbstschrauberkenntnisse, um glücklich zu werden.

Bild: Werk
Schwachstellen: Knackpunkt ist oft die Substanz der Karosserie. Die Rostgefahr ist akut, besonders ungepflegte Exemplare können an Schwellern, Radläufen und den vorderen Längsträgern massiv geschädigt sein.
Kia Picanto: der Stadtfloh
- Bauzeitraum: 2004 bis 2011
- Leistung: 65 bis 75 PS
- Gebraucht-Preise: ab ca. 1900 Euro
Mit dem ersten Picanto hatte Kia noch den Lupo im Visier, denn der 3,50 Meter kurze Koreaner kam 2004 auf den Markt und blieb gute sechs Jahre im Programm. Trotz des hohen Alters finden sich heute noch gepflegte Ersthand-Autos, die teilweise weniger als 50.000 Kilometer auf der Uhr haben und unser gestecktes Budget von 5000 Euro dabei locker unterbieten.

Bild: AUTO BILD - Meiners
Ein echtes Schnäppchen also, was der Picanto schon als Neuwagen war. Denn die oft schlechter ausgestatteten Konkurrenten kosteten ein paar Tausender mehr. Mit dem stets viertürigen Picanto wollte Kia in Europa Marktanteile abgreifen. Und das nicht nur über den Preis, sondern auch mit dem eher komfortabel ausgelegten Fahrwerk, der guten Variabilität und der ordentlichen Ausstattung.
ESP erhielt allerdings erst mit dem Facelift im Jahr 2008 Einzug, ab dem die Scheinwerfer tropfenförmig gestaltet wurden. Die Sicherheitselektronik war jedoch nicht serienmäßig, daher beim Gebrauchtkauf checken, ob ESP wirklich an Bord ist. Der 75 PS starke Dreizylinder-Diesel spielt nur eine Nebenrolle, der rumpelige Selbstzünder wirkt ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Etwas schwächer ist der Vierzylinder-Benziner, doch die 65 PS reichen im 900-Kilo-Floh. Sparsam ist er ohnehin. Sechs Liter Verbrauch sind realistisch.
Schwachstellen: Dürftig fiel die Konservierung vom Werk aus. Schlaue Vorbesitzer halfen hier nach. Wie stark befallen ein Picanto mittlerweile ist, variiert stark. Die Gänge sollten sich leicht schalten und die Kupplung exakt trennen lassen. Beide Komponenten sind eher anfällig.
Audi A2: für Sammler
- Bauzeitraum: 1999 bis 2005
- Leistung: 61 bis 110 PS
- Gebraucht-Preise: ab 2500 Euro
Wann ist es denn nun endlich so weit? Bereits vor Jahren attestierten wir dem Audi A2, dass die sympathische Alu-Kugel keinen Wertverlust mehr erleiden wird – und lagen falsch damit. Teilweise zumindest, denn nur bestimmte Modelle legten inzwischen an Wert zu. Exemplare mit geringer Ausstattung und dem 75 PS starken Benziner oder Diesel hauen noch keine Sammler aus den Socken. Manch A2 wird bis heute durch den Alltag gequält, als verdiente es dieser außergewöhnliche Kleinwagen in Vollalubauweise nicht, gehegt und gepflegt zu werden.

Bild: Lena Willgalis
Gefragt sind vor allem A2 nach dem Facelift 2003 mit dem starken 90-PS-Diesel mit variabler Turbinengeometrie (VTG). Wertsteigernd wirken sich aber auch das elektrische Panoramadach, der große Bordcomputer und Fensterheber im Fond aus. Denn der 3,80-Meter-Knirps taugt als vollwertiger Viersitzer, bietet ohne S-Line-Fahrwerk ordentlichen Komfort und ist selbst mit dem 110 PS starken 1.6 FSI sehr sparsam.
Schwachstellen: Ein Cockpit ohne Softlack-Schaden zu finden, ist die Crux. Unansehnlich abgegriffen sehen Lichtschalter, Klimabedienung und selbst die Radiotasten bei gefühlt 90 Prozent der angebotenen A2 aus, billig ist eine Rundum-Instandsetzung der Tastenlandschaft nämlich nicht. Lösungen wie Schalter-Aufkleber inklusive Piktogrammen sind schnell wieder abgegriffen.
Frech von Audi: Preise von neuralgischen Ersatzteilen, etwa das AGR-Rohr des FSI oder seine Ansaugbrücke mit oft schleifenden Plastikdrallklappenn stiegen im Kurs wie Tesla-Aktien. Kompliziert ist die Reparatur des Open-Sky-Panoramadachs. Die empfindlichen Schienen und Bowdenzüge zu ersetzen, ist ein Job für Kenner. Wissen, Tipps und Tricks zum Sammlerstück sammelt man im tollen Forum "a2-freun.de".
Skoda Roomster: der Familientyp
- Bauzeitraum: 2006 bis 2015
- Leistung: 64 bis 105 PS
- Gebraucht-Preise: ab 3900 Euro
Das Rezept von Alltagshelden? Bei diesem tschechischen Hochdachkombi kann man es leicht herausschmecken: kompakte Abmessungen, sparsame Antriebe, unkomplizierte Bedienung und hinten so viel Platz wie im Prenzlberger Yoga-Loft. Denn wenn man die drei Sitze im Fond nicht nur vorklappt, sondern komplett entfernt, passen knapp 1800 Liter in den 4,21 Meter kurzen Roomster. Allein die nur mäßige Zuladung von etwa 450 Kilogramm wirkt angesichts von so viel Platz leicht enttäuschend, markentypisch stimmig sind dafür die vielen cleveren Ablagen, einfache, aber robuste Materialien und das ordentlich abgestimmte Fahrwerk.

Bild: Uli Sonntag
Weil der Roomster vor allem auf der Kurzstrecke eingesetzt wird, orderte ihn die Mehrheit der Käufer als Benziner. Fußballmuttis und -papas, die alle 14 Tage die halbe Mannschaft zum Auswärtsspiel befördern, bevorzugen aber die drehmomentstarken Diesel. Empfehlung ist der ab dem Facelift 2010 eingeführte Common-Rail-Diesel. Bereits die 90-PS-Version hat Kraft genug, gepflegte Modelle mit Laufleistungen unter 150.000 Kilometern sprengen auch nicht das Budget von 5000 Euro.
Schwachstellen: Das Facelift brachte allerdings nicht nur Gutes, sondern auch den Steuerketten-Empfindling 1.2 TSI mit 86 oder 105 PS. Die stärkere Version ließ sich auch mit einem DSG koppeln, das jedoch alles andere als harmonisch kuppelt. Besser beraten ist man mit den gleich starken, aber 1,6 Liter großen Saugern, die noch mit Saugrohreinspritzung und Zahnriemen (ab 90.000 Kilometer prüfen lassen) arbeiten. Hier berichten Besitzer aber teilweise von erhöhtem Ölverbrauch und Kolbenkippern.
Fazit
Um 5000 Euro ist (fast) alles möglich. Kleinwagen, Vans, Roadster oder Limousinen mit feinem Stallgeruch finden sich im Budget – wenn man weiß, wonach man suchen muss. Typen wie Auris, Citigo und Jazz sind pure Vernunft, Caddy und C-Max leistbare Raumriesen. Wer Wert auf Stil und Fahrspaß legt, dürfte Adam, MX-5, C30, Exeo oder den 5er mögen.
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