Gebrauchtwagenmarkt: VW Käfer
Krasser Preis: Darum ist dieser VW Käfer so teuer

Bild: Pastor Thieler Automobile e.K./AutoScout24
Der Käfer ist zwar nicht das am meisten gebaute Auto – das ist der Toyota Corolla. Doch der VW ist ziemlich sicher das Auto, das über den längsten Zeitraum quasi unverändert angeboten wurde. Zumindest optisch. Denn technisch hat sich der kleine VW über die vielen Jahrzehnte zwar weiterentwickelt, doch am Design wurde nur wenig herumexperimentiert.
Und das hat funktioniert – bis ins Jahr 2003! Dann stoppte die Produktion auch in Puebla, Mexiko. Bis dahin wurden exakt 21.529.464 Käfer gebaut. Aus dieser Masse herauszustechen, ist natürlich eine große Herausforderung – jedoch nicht unmöglich.
Einer der teuersten Käfer im Gebrauchtwagenmarkt
Das zeigt beispielsweise der aktuell teuerste VW Käfer im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt. Warum muss hier so tief in die Tasche gegriffen werden? Nicht nur wurde dieser besondere Käfer (ein 1303 LS Cabrio von 1974) im Jahr 2010 für die stolze Summe von 67.000 Euro von Memminger neu aufgebaut; fünf Jahre später wurde direkt das nächste Projekt an dem Fahrzeug in Angriff genommen.
Ebenfalls im Hause Memminger bekam der Käfer mit original 50 PS einen Motorumbau verpasst. Die Leistung danach? Das Doppelte! Nun fährt der VW also mit einem 2,3-Liter-Motor und stattlichen 100 PS vor. Auch Getriebe und Abgasanlage wurden im Rahmen dieser Aufwertung angepasst. Der Kostenpunkt dafür lag bei 43.000 Euro. Macht in Summe also 110.000 Euro an Umbau- bzw. Restaurationskosten.

Nach dem Motorumbau leistet der Käfer nicht mehr 50, sondern stattliche 100 PS! Aber der luftgekühlte Heckmotor ist natürlich geblieben.
Bild: Pastor Thieler Automobile e.K./AutoScout24
Der neue Motor wurde seit dem Umbau erst 4000 Kilometer gefahren. TÜV ist noch frisch vorhanden, die Plakette muss erst im Mai 2026 erneuert werden. Ebenfalls wurde ein Gutachten erstellt, das dem Käfer die Zustandsnote 2+ sowie einen Wiederbeschaffungswert von 140.500 Euro bescheinigt! Wenn Sie eben kurz schlucken mussten, dann kommt jetzt der kleine Trost: Denn der Verkäufer verlangt "nur" 133.000 Euro. Die Umbaukosten mal abgezogen, bleibt ein durchaus fairer Preis.
Service-Links











