Wir sind im Hafen von Monaco, das Fotoshooting läuft auf Hochtouren, immer mehr Zuschauer kommen. "Was ist das denn für ein Auto? Ein Ferrari, ein Maserati?", raunt es durch die Menge. Nein, das ist beziehungsweise war ein Porsche Panamera. Kein Wunder, dass die Besucher rätseln. Porsche-Logos sind keine mehr auszumachen, und das vollfette Heck distanziert sich vollends von der Ausgangsbasis. Doch "extrem" und "außergewöhnlich" sind typische-Gemballa-Attribute. Die nach einem kalten Fallwind benannte Kreation gibt es schon seit ein paar Jahren.Schon die erste Generation Viertürers aus des Zuffenhausen baute Gemballa zu diesem Hammer auf Rädern um: extremer Widebody, Räder im XXL-Format, ein eigenständiges Heck sowie ein Interieur im Penthouse-Stil. So stand der Mistrale vor drei Jahren schon einmal in Monaco vor unserer Linse, damals noch mit 707 PS. Für die 2014er-Ausgabe der Top Marques küsst der Veredler aus Leonberg seinen Mistrale erneut wach. Deren kleinste Modifikation im Vergleich zur Mistrale-Erstausgabe betrifft dabei noch den Preis von 557.759 Euro. Und wie fährt sich diese Mutation nun? Die engen Gassen von Monaco zwingen die 744 PS an eine straff geführte, kurze Leine. Dennoch: Das Auto klingt bestialisch, schiebt unglaublich an. Die 3,2 Sekunden auf 100 und 340 km/h Spitze erscheinen plausibel.

Fazit

Gemballa hat mit dem Mistrale eine eigene Kreation geschaffen – unter Einsatz einer unglaublich teuren Komposition aus gewaltiger Power, abgehobener Optik und einer Ausstattung auf höchstem Niveau. Wir sind gespannt, ob das Monstrum im Test hält, was Auftritt und erste Fahreindrücke versprechen.