Genesis hat beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans erstmals das neue Magma GT3 Concept vorgestellt. Die Studie gibt einen Ausblick darauf, wie ein künftiger GT3-Rennwagen der Marke aussehen könnte.
Noch ist das Fahrzeug nicht für den Renneinsatz bestätigt. Klar ist aber: Genesis denkt längst über die Hypercar-Klasse hinaus und lotet weitere Möglichkeiten im internationalen Motorsport aus.

Genesis-Rennwagen mit Straßensportler-Genen

Optisch wirkt das Magma GT3 Concept deutlich aggressiver als die bisherigen Serienmodelle der Marke. Verbreiterte Kotflügel, ein großer Frontsplitter, massive Lufteinlässe und ein feststehender Heckflügel machen keinen Hehl daraus, wofür dieses Auto gedacht ist.
Mit dem Magma GT3 Concept zeigt Genesis erstmals, wie ernst es der Marke künftig im Kundensport werden könnte.
Bild: Genesis
Entwickelt wurde die Studie gemeinsam mit Hyundai Motorsport. Die Technik orientiert sich bereits an den aktuellen GT3-Vorgaben. Damit wäre ein späterer Renneinsatz grundsätzlich möglich. Genesis selbst spricht allerdings noch von einer Konzeptstudie und einer möglichen Zukunftsoption.

Überraschungserfolg in Le Mans

Der Zeitpunkt der Präsentation kommt nicht zufällig. Denn sportlich läuft es für den Hersteller besser als viele erwartet hatten.
Bei seinem ersten Le-Mans-Auftritt überhaupt schaffte Genesis mit beiden Hypercars den Sprung in die entscheidende Hyperpole-Session. Paul-Loup Chatin qualifizierte den #19 Genesis auf Rang sechs, der dreimalige Le-Mans-Sieger André Lotterer stellte das Schwesterauto auf Platz neun.
Starker Einstand: Beide Genesis Hypercars schaffen auf Anhieb den Sprung in die Hyperpole.
Bild: Genesis
Damit ließ der WEC-Neuling unter anderem Ferrari, Toyota und Peugeot hinter sich.

Genesis zeigt auch neuen Gran Turismo

Neben dem GT3-Konzept zeigte Genesis eine überarbeitete Version des Magma GT Concept. Der flache Zweisitzer soll zeigen, wie künftige Hochleistungsmodelle der Marke aussehen könnten.
Flach, breit, klassisch der Magma GT Concept zeigt die sportliche Design-Zukunft der Marke.
Bild: Genesis
Besonders auffällig sind die lange Motorhaube, die breiten Kotflügel und das komplett neu gestaltete Cockpit. Genesis setzt dabei bewusst auf klassische Sportwagen-Tugenden statt auf überladene Bildschirmlandschaften.
Parallel zum Motorsportprogramm treibt Genesis seine Expansion in Europa weiter voran. Nach Deutschland und Großbritannien sollen weitere Märkte folgen, darunter Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande.
Fest steht: Genesis will sich nicht mehr nur als neue Premiummarke etablieren. Die Koreaner wollen sich zunehmend auch als ernstzunehmender Sportwagen- und Motorsporthersteller positionieren.