Glatteis fordert ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte
DWD warnt vor weiteren rutschigen Straßen

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Verkehr unter Kältedruck: Glatteis sorgt für schwere Unfälle und Einschränkungen in ganz Deutschland.
Bild: dpa
(dpa/AUTO BILD/KI) Glatteis hat in verschiedenen Teilen Deutschlands die Verkehrssituation erheblich beeinflusst. Auf der B213 nahe Bremen verlor ein 29-jähriger Autofahrer auf der winterglatten Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug, kollidierte seitlich mit einem Baum und kam dabei ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Trotz zahlreicher weiterer Unfälle in anderen Landesteilen, bei denen Menschen verletzt wurden, blieb ein umfassendes Verkehrschaos aus.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte bereits im Vorfeld vor glatten Straßen gewarnt. Die Wetterbedingungen fielen mit einem Warnstreik bei der Deutschen Bahn zusammen, was dazu führte, dass viele Pendler auf das Auto oder das Fahrrad umsteigen mussten. Eine Wetterbesserung wird erst im Verlauf des Tages erwartet. Die Meteorologen rieten am Morgen dazu, nicht notwendige Fahrten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Schon am Donnerstag sorgten glatte Straßen für Behinderungen im Berufsverkehr.
Es ist weiter mit Glätte zu rechnen
In Kassel verursachte Blitzeis zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen über 40 Unfälle, vier Personen wurden dabei leicht verletzt. Die Autobahn 61 bei Koblenz musste aufgrund zahlreicher Unfälle für zwei Stunden gesperrt werden. Auch in Nordrhein-Westfalen kam es auf spiegelglatten Straßen zu dutzenden Verkehrsunfällen mit vielen Verletzten. In Dortmund wurde ein Fahrradfahrer so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus um sein Leben kämpfte.
Bei den meisten Autounfällen blieb es bei Blechschäden. Jedoch gab es auch Kollisionen mit Leichtverletzten, wie etwa in Dülmen im Norden des Ruhrgebiets, wo sechs Fahrzeuge ineinanderschlitterten. Die Einsatzkräfte in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen rückten wegen mehrerer Fahrzeugunfälle aus. In Berlin waren Gehwege und Nebenstraßen teilweise vereist, was zu über 300 Einsätzen der Feuerwehr führte, um gestürzte Personen zu versorgen.
Laut DWD muss auch am Freitag weiterhin mit Glätte gerechnet werden, besonders im Norden und in der Mitte des Landes.
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