General-Motors-Chef Rick Wagoner greift hart durch. Nachdem der weltgrößte Autobauer seit Jahren massive Absatzeinbrüche verzeichnen muss, kündigt er einen Strategieschwenk an. Prominentes "Opfer" des Maßmahmenpakets könnte die Tochter Hummer werden: Der Konzern prüft alle möglichen Schritte bis hin zum Verkauf der noblen Geländewagen-Tochter, sagte Wagoner. Stattdessen setzt GM verstärkt auf die Produktion von Kleinwagen, zusätzlich soll das Elektro-Auto Chevrolet Volt spätestens 2010 kommen. Die Kunden verlangen wegen der steigenden Spritpreise in den USA nach kleineren und sparsameren Fahrzeugen, dem will der Autobauer nun endlich Rechnung tragen. Wagoner geht davon aus, dass die Kunden langfristig keine Spritfresser, sondern sparsamere Autos einfordern. In den vergangenen  Jahren hatte GM konsequent an den Bedürfnissen des Marktes vorbei produziert.
Weil die US-Kunden die großem Geländewagen und Pick-up zunehmend verschmähen, will GM vier Werke schließen. Laut Wagoner werden die Werke in Ohio und Wisconsin, eine Produktionsstätte im kanadischen Oshawa sowie eine Fabrik im mexikanischen Toluca dem Rotstift zum Opfer fallen. Dort werden zum größten Teil Pick-up und Geländewagen produziert. GM will so ab 2010 eine Milliarde US-Dollar jährlich sparen. Wieviele Arbeitsplätze durch die Werksschließungen verloren gehen, ließ GM noch offen.

Von

Stephan Bähnisch