Im Grunde hat es der GTI ja nun auch nicht leicht. Ständig hält man ihm die ewige Leier vom Klassenprimus vor, hänselt ihn dafür, dass er es immer allen recht machen will und reibt ihm dabei nur allzu gern unter die Nase, dass Perfektion und Emotion nie so richtig zusammengehen können. Doch ganz im Ernst: Was bleibt ihm im Hause Winterkorn denn auch anderes übrig, als sein Heil im Spagat zu suchen? Die siebte GTI-Generation soll die Zwei-Millionen-Hürde nehmen, was letztlich nichts anderes bedeutet, als rund 400.000 Käufer zu finden. Zum Verständnis: Der letzte Focus RS war mit 11.000 Einheiten ein großer Erfolg.
BMW 125i Ford Focus ST Mazda 3 MPS Mercedes A 250 Sport Renault Megane RS Toyota GT 86 TRD Volvo V40 T5 R-Design VW Golf GTI Performance
Wir haben den Golf GTI und seine sieben Konkurrenten auf dem Sachsenring gegeneinander antreten lassen.
Bild: Ronald Sassen
Und der hatte weitaus weniger Rivalen, die in seinem Preissegment auf Kundenfang waren. Wir haben es einmal durchgezählt, rund 30.000 Euro als Orientierungspunkt genommen und geschaut, welche Alternativen zum GTI für dieses Sümmchen aufzutreiben sind. Herausgekommen sind sieben Rivalen, die zusammen mit dem Golf nun den größten SPORTSCARS-Vergleichstest aller Zeiten austragen. Die Konkurrenten sind Renault Mégane RS, Volvo V40 T5 R-Design, Mercedes A 250 Sport, BMW 125i, Mazda 3 MPS, Ford Focus ST und Toyota GT 86 TRD. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Fakten erhalten Sie als pdf-Download im Heftarchiv.

Fazit

von

Manuel Iglisch
Noch nie zuvor hat der GTI einen derart massiven Performance-Sprung erlebt wie heute. Die neue Generation fühlt sich auf der Rundstrecke pudelwohl, bleibt im Alltag gewohnt souverän und beschleunigt trotz PS-Defizit auf Augenhöhe mit Mégane und Focus. Dass die beiden in der Endabrechnung dennoch vorbeiziehen, liegt zum einen an der schlicht unschlagbaren Querdynamik des Renault, zum anderen daran, dass das Spaßbüchsige des günstigen Focus ST bei uns mindestens so viel zählt wie die schier sensationelle Allroundkompetenz des VW. Der Mazda 3 MPS ist antriebsseitig etwas in die Jahre gekommen, hält auf der Piste aber noch immer den Anschluss. Die A-Klasse wird dem vorderen Feld nur im Kurvigen gefährlich, verliert über Preis und Leistung aber zu viele Punkte. Den Toyota GT 86 kann man über Zahlen schließlich kaum noch beschreiben. Man muss ihn einfach erlebt haben, um zu verstehen, weshalb er vor dem vergleichsweise braven BMW 125i und dem komfortorientierten Power-Volvo landet.